Anpassungsstörung.

Wenn nichts mehr zusammenpasst.

Ein Umzug, eine Kündigung, ein Todesfall – und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. Wenn durch ein entscheidendes Ereignis auf einmal die vertrauten Wege und Abläufe wegfallen, muss der Betroffene sich manchmal ganz neu finden. Den meisten Menschen gelingt diese Lebensumstellung nach einiger Zeit. Bei anderen kommt es im Laufe dieser Anpassung zu Schwierigkeiten. Sie werden ängstlich oder depressiv und ziehen sich von ihrem sozialen Umfeld zurück. So können zwischen 2 - 8% der Kinder, Jugendlichen und älteren Menschen an Anpassungsstörungen leiden. „Mit der richtigen Therapie ist eine Anpassungsstörung in der Regel gut zu behandeln“, sagt Dr. Sandra Hunatschek, leitende Psychologin der Schön Klinik Berchtesgadener Land. Denn auch bei einer behandlungsbedürftigen Anpassungsstörung gilt die Krankheit immer als eine vorübergehende Störung. „Der Patient braucht nur ein wenig fachmännische Hilfe!“

 

Eine Frage der Ressourcen.

Warum eine Kündigung den einen regelrecht umwirft und dem anderen nach einem kurzen Schockmoment nichts mehr anhaben kann, liegt in verschiedenen Faktoren begründet. „Persönlichkeitsfaktoren und die Nutzung vorhandener Ressourcen spielen bei einer Anpassungsstörung und bei der Entstehung von psychischen Störungen generell eine große Rolle,“ erklärt die Psychologin Frau Dr. Hunatschek. „Wenn ein Mensch Ressourcen in Form von sozialem Rückhalt hat, über ein soziales Netz verfügt, wenn er Hobbys und Interessen nachgeht und eine angemessene Tagesstruktur lebt, dann kann er Dämpfer unterschiedlichster Art leichter wegstecken.“ Nach einer kurzen Phase der Umorientierung geht es dieser Person in der Regel wieder gut. Er kann auf seine Ressourcen zurückgreifen und sich belastenden Lebensereignissen anpassen. Er nimmt sein Schicksal in absehbarer Zeit wieder selbst in die Hand und integriert das Ereignis in seine Biographie.

 

Anpassungsstörung. Informationen von A - Z

Ursachen der Anpassungsstörung.

Eine Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf verschiedenste Belastungen wie z.B.:

  • Scheidung
  • Mobbing
  • Arbeitsplatzverlust
  • Geburt
  • Tod eines Angehörigen
  • Heirat
  • Unfälle
  • Überfall
  • Operationen 

Bei Kindern und Jugendlichen können sich Vernachlässigungen ebenfalls in einer Anpassungsstörung äußern.

 

Symptome der Anpassungsstörung.

Wenn nichts mehr geht.

Kann der Betroffene sich nicht nach einiger Zeit wieder am eigenen Schopf aus dem Sumpf herausziehen, dann nimmt die Anpassungsstörung normalerweise einen klassischen Verlauf: Innerhalb eines Monats zeigt sich meist, dass die Probleme bei der Umorientierung nicht weniger werden, sondern sich verfestigen. Es kommt häufig zu

  • depressiven Verstimmungen
  • Ängsten
  • verstärkte Sorge
  • Schwierigkeiten bei der Bewältigung der alltäglichen Routine
  • Verändertes Sozialverhalten

Viele Patienten ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Die Symptome lassen in der Regel nach etwa einem halben Jahr nach. Sie können aber auch in eine schwerere psychische Störung übergehen, zum Beispiel in eine Depression oder eine Angststörung. In jedem Fall sollte die Anpassungsstörung ernst genommen und ggf. auch psychotherapeutisch behandelt werden.

 

Therapie & Behandlung

Die Therapie beinhaltet verschiedene Elemente, mit der erfolgreich die Anpassungsstörung überwunden werden kann.

Therapie & Behandlung

Spezialisierte Kliniken

Diese spezialisierten Kliniken verfügen über qualifizierte Ärzte und Therapeuten zur Behandlung der Anpassungsstörung.

Spezialisierte Kliniken