Schilddrüsenvergrößerung (Struma, Kropf).

Warum entsteht eine „Drüsenschwellung“?

Eine vergrößerte Schilddrüse ist meist zuerst tastbar bevor sie sichtbar wird.

Eine vergrößerte Schilddrüse ist meist zuerst tastbar bevor sie sichtbar wird.

Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten der Hormondrüsen. Dies allein schon zeigt, welche wichtige Funktion die Schilddrüse für unseren Körper hat. Sie produziert bestimmte Hormone (z. B. Thyroxin, Trijodthyronin), deren Hauptbestandteil Jod ist und die für einen normalen Stoffwechsel mitverantwortlich sind. Bekommt die Schilddrüse nicht genügend Jod, kann sie nicht ausreichend Hormone produzieren. Um den Hormonmangel auszugleichen, wird die Schilddrüse in ihrem Wachstum stimuliert und bildet neue Drüsezellen. Sie vergrößert sich und die Betroffenen entwickeln eine Struma (lateinisch: „Drüsenschwellung“), in der Umgangssprache auch Kropf genannt.

Wie häufig ist eine Struma?

In Deutschland, das zu den jodarmen Ländern zählt, spielt die Schilddrüsenvergrößerung nach wie vor eine große Rolle, wenngleich die Häufigkeit durch eine bessere Jodversorgung auch bei uns allmählich abnehmen wird. Bei etwa 10 bis 20 % der Bevölkerung tritt eine Vergrößerung der Schilddrüse aufgrund von Jodmangel auf. Frauen sind davon etwa viermal häufiger betroffen als Männer. Meistens entwickelt sich eine Struma zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

Fachliche Betreuung

Bätge

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Boris Bätge