Nierensteine. Vorsorge & Vorbeugung

Der erste Schritt: Vorbeugung

Hatte ein Patient schon mehr als einen Nierenstein, so wird er mit größerer Wahrscheinlichkeit noch mehr Steine bilden. Um die Bildung neuer Steine zu verhindern, ist es wichtig, die Ursache der Steinbildung zu finden. Dies geschieht durch ärztlich angeordnete Labor-, Blut- und Urinuntersuchungen, auch die medizinische Vorgeschichte, der Beruf und das Essverhalten sind in die Untersuchungen mit einzubeziehen. Der Stein sollte nach seiner Entfernung oder Spontanabgang auf seine Zusammensetzung hin analysiert werden. Um die Ursache der Steinbildung zu finden, wird vom Arzt manchmal eine Untersuchung des über 24 Stunden gesammelten Urins, hinsichtlich Volumen, PH Wert und dem Gehalt an Kalzium, Natriumsalze, Harnsäure, Oxalat, Citrat und Creatinin durchgeführt.

Veränderung der Lebensgewohnheiten

Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Wasser ist dabei am besten geeignet.

Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Wasser ist dabei am besten geeignet.

Die einfachste und wirkungsvollste Art, die Neubildung von Steinen zu verhindern, ist täglich eine größere Menge Flüssigkeit zu sich zu nehmen, am besten Wasser. Früher wurde Menschen, die zur Bildung von kalziumhaltigen Steinen neigten, dazu geraten, Milchprodukte und andere kalziumreiche Nahrung einzuschränken. Aktuelle Studien zeigen, das kalziumreiche Nahrung einschließlich Milchprodukte dabei hilft, die Bildung von Kalziumsteinen zu verhindern. Die Aufnahme von Kalzium in Form von Tabletten und ähnlichem, kann das Risiko jedoch erhöhen. Es wird auch geraten, Nahrung mit zugesetztem Vitamin D und kalziumbasiertem Antazida zu meiden. Für Personen mit einem sehr sauren Urin ist es besser, weniger Fleisch, Fisch und Geflügel zu essen, denn diese Nahrung erhöht den Säureanteil des Urins. Um Cystinesteine zu verhindern, muss viel Wasser getrunken werden, welches die Cystinkonzentration im Urin verringert. Dazu müssen täglich über 3 Liter Wasser getrunken werden, ein Drittel davon in der Nacht.

Früherkennung der Risikogruppe

  • Wenn das Nierensteinleiden in der Familie gehäuft auftritt oder man selbst schon mehrfach Steine gebildet hat, hat man ein erhöhtes Risiko, ebenfalls Nierensteine zu bilden.
  • Ein erster Schritt um die Bildung jeglicher Art von Nierensteinen zu verhindern, ist täglich reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen, am besten Wasser
  • Wenn man zur Risikogruppe gehört kann es sinnvoll sein, die Steinbildenden Faktoren durch Tests zu untersuchen, um eine Präventionsstrategie zu entwickeln.
  • Manche Personen brauchen Medikamente, um die Steinbildung zu verhindern.

Nahrungsmittel, die Oxalat enthalten

Personen, die einen Hang zu Bildung von Kalziumoxalatsteinen haben, könnten von ihrem Arzt angewiesen werden, folgende Nahrungsmittel zu reduzieren:
  • Rüben
  • Schokolade
  • Kaffee
  • Cola
  • Nüsse
  • Rhabarber
  • Spinat
  • Erdbeeren
  • Tee
  • Weizenkleie

Ohne eine ärztliche Anweisung sollte niemand den Verzehr dieser Produkte einstellen. In den meisten Fällen reicht auch dann eine Einschränkung des Verzehrs aus.

Fachliche Betreuung

Schimmelpenning

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Hendrik Schimmelpenning