Nierensteine. Ursachen & Symptome
Wer bekommt Nierensteine?
Männer bekommen öfter Nierensteine als Frauen. Das typische Alter Nierensteinerkrankter liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Personen, die schon mehr als einen Stein hatten, entwickeln mit grösster Wahrscheinlichkeit weitere Steine.
Was verursacht Nierensteine?
Es ist nicht immer bekannt, was die Bildung eines Steines verursacht. Gewisse Ernährungsgewohnheiten können bei Personen, die dafür anfällig sind, die Bildung von Nierensteinen fördern.
Auch werden Harnwegsinfekte, Veränderungen der Niere (z.B.Cystische Nieren), und Stoffwechselerkrankungen wie etwa Hyperparathyroidismus in Verbindung mit der Bildung von Nierensteinen gebracht.
Auch entwickeln 70% der an der seltenen erblichen renalen tubulären Azidose erkrankten Personen Nierensteine.
Erbliche Stoffwechselkrankheiten als Ursache für Nierensteine
Zwei andere seltene erbliche Stoffwechselerkrankungen, die für eine Nierensteinerkrankung verantwortlich sein können, sind Cystinurie and Hyperoxalurie. Bei der Cystineurie wird zu viel der wasserunlöslichen Aminosäure Cystine ausgeschieden, was zur Bildung von Cystinesteinen führen kann. Patienten mit Hyperoxalaturie produzieren zu viel Oxalsäure, wodurch das Lösungsvermögen des Urin überschritten wird und zur Auskristallisation und Bildung von Oxalatsteinen führt.
Hyperkalziurie
Bei der absorptiven Form der Hyperkalziurie entzieht der Körper der Nahrung zu viel Kalzium und gibt dieses über den Urin wieder ab. Durch die hohe Konzentration von Kalzium im Urin bilden sich Kristalle aus Kalziumoxalat und Kalziumphosphat, die zu Steinen im Harntrakt werden.
Andere Ursachen für Nierensteine
Andere Ursachen für die Bildung von Nierensteinen sind die Hyperurikosurie, eine Harnsäurestoffwechselerkrankung, Gicht, exzessive Aufnahme von Vitamin D und Blockaden innerhalb des Harntraktes. Bestimmte Diuretika oder kalziumbasierte Antazida können durch Erhöhung der Kalziumkonzentration im Urin die Bildung von Nierensteinen fördern.
Patienten, die eine chronische Entzündung des Darmes haben, einen intestinalen Bypass oder ein Stoma besitzen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko zur Bildung von Kalziumoxalatsteinen. Struvitsteine können sich bei Personen bilden, die eine Harnwegsinfektion haben. Personen die wegen einer HIV-Infektion und AIDS mit dem Protease Inhibitor Indinavir behandelt werden, haben ebenso ein erhöhtes Risiko zur Bildung von Nierensteinen.
Was sind die Symptome bei Nierensteinen?
Üblicherweise ist das erste Anzeichen für Nierensteine ein starkes Schmerzempfinden. Durch den sich bewegenden Stein verursachten Blockaden und Irritationen erscheint der Schmerz plötzlich. Typischerweise wird er als scharfer, krampfender Schmerz im Rücken und in der Seite im Nierenbereich oder im Unterbauch beschrieben. Es kann auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Später kann sich der Schmerz in die Leistengegend ausbreiten.
Wenn der Stein für einen problemlosen Abgang zu groß ist, bleibt der Schmerz, da der Harnleiter versucht, den Stein über Muskelbewegungen in die Blase zu transportieren. Die Bewegung des Steines kann auch eine Färbung des Urins durch kleine Blutungen hervorrufen. Bewegt sich der Stein näher zur Blase, so kann es zu vermehrtem Harndrang sowie zu einem brennenden Gefühl beim Urinieren kommen.
Sollten Fieber oder Frösteln Begleiterscheinungen sein, kann auch ein Harnwegsinfekt vorliegen.