Leber / Leberzirrhose. Therapien

Wann sollte ein Arzt konsultiert werden?

Die Leberzirrhose verursacht keine Schmerzen. Fortbestehende allgemeine Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit verbunden mit den so genannten Leber-Hautzeichen sollten zu einer ärztlichen Beratung führen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Der Schaden durch das untergegangene spezifische Lebergewebe in Bindegewebe ist irreversibel. Ziel jeder Behandlung muss neben den allgemeinen Maßnahmen die Vermeidung, bzw. Verminderung der lebertoxischen Noxe (Alkohol, Viren, Eisen, Kupfer) sein oder aber, wie zum Beispiel bei den Autoimmunerkrankungen die Unterbindung des Entzündungsreizes. Die Grunderkrankung muss behandelt werden, um den lebertoxischen Reizzustand zu unterbinden, bzw. zu verringern. Eine Mangelernährung ist zu vermeiden. Blutungen und Blutungskomplikationen bedürfen der unmittelbaren Intervention. Bewusstseinsstörungen (hepatischen Encephalopathie) und Nierenfunktionseinschränkungen erfordern eine so genannte angepasste (symptomatische) Behandlung.

Hilfe im Endstadium der Lebererkrankung: die Lebertransplantation

Im Endstadium der Lebererkrankung ist eine Lebertransplantation zu erwägen, bzw. vorzunehmen. Bei der Lebertransplantation wird die gesamte Leber oder ein Teil der Leber verpflanzt. Man unterscheidet eine Lebendspende (zum Beispiel von einem Angehörigen) und der Spende eines Verstorbenen. Die Transplantation erfordert die lebenslange Einnahme von Medikamenten, die eine Abstoßung verhindern sollen. Die Lebertransplantation wird in spezialisierten Zentren vorgenommen.

Fachliche Betreuung

Heidemann

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Hugo Heidemann