Brustanomalien. Ursachen
Wie entsteht eine Anomalie der Brust?
Man unterscheidet angeborene Fehlbildungen von erworbenen, das heißt durch Krankheit oder Operation bedingte Form- und Symmetrieabweichungen.
Welche Anomalien gibt es?
Tuberöse Brust
Eine unserem Schönheitsideal entsprechende, wohlgeformte Brust zeigt ansatzweise eine individuell ausgeprägte Halbkugelform.
Als Beispiel einer sehr häufig anzutreffenden Anomalie gilt die tuberöse Brust. Bei dieser glockenformähnlichen Anomalie fehlen die unteren Anteile der „Halbkugel“, häufig verbunden mit atypisch ausgebildeter Brustwarzenform.
Die operativen Möglichkeiten bestehen in einer Umformung des Drüsengewebes und einer Angleichung des Volumens.
Asymmetrische Brüste
Kommen zur Fehlanlage noch Größenveränderungen und Asymmetrie hinzu, wächst der seelische Leidensdruck zunehmend mit der pubertären Entwicklung. Eine Wiederherstellung seitengleicher Brüste kann wie ein Befreiungsschlag wirken und die Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflussen.
Von plastisch-chirurgischer Seite scheuen wir uns daher nicht, wenn die Fehlentwicklung der Brust manifest wird, bereits vor dem Ende der Geschlechtsreife die Korrektur vorzunehmen.
Durch diese rekonstruktiven Operationstechniken können wir eine mögliche introvertierte und depressive Stimmungslage verhindern und die psychosoziale Reifung der jungen Mädchen mit sozialer Öffnung unterstützen. Neben Formfehlbildungen werden wir Plastische Chirurgen sehr häufig mit unterschiedlichen Größen und zum Teil fehlender Brustdrüsenanlage konfrontiert.
Je unterschiedlicher die Brüste, desto größer ist der Leidensdruck der Betroffenen.
Hohlwarzen
Als krankhafte Veränderungen gelten auch eingezogene Brustwarzen (Hohlwarzen), die hygienische-, ästhetische- und Stillprobleme bedingen können. Meist sind diese angeboren.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Josef Hoch