Vocal Cord Dysfunction (VCD, Atemnot durch Stimmband-Störung). Therapie

Aufklärung über die Krankheit Vocal Cord Dysfunction (VCD).

Hilfreiche Aufklärung in der VCD-Gruppe.

Hilfreiche Aufklärung in der VCD-Gruppe.

Der wichtigste therapeutische Schritt ist die Aufklärung des Patienten über sein besonderes Krankheitsbild. Wenn dies gelingt, verlieren die Patienten in der Regel schlagartig ihre begleitende, oft dominierende Angst, irgendwann an einer solchen Atemnotsituation zu ersticken. Darüber hinaus erleben die Patienten in der Regel eine enorme Erleichterung, sobald die Diagnose gestellt wird: Endlich fühlen sie sich verstanden und die von ihnen erlebten Symptome sind zu erklären.

Atemtechniken ersetzen oft die medikamentöse Therapie bei Vocal Cord Dysfunction (VCD).

Spezielle, individuell erlernte Atemtechniken helfen, möglichst schnell aus der Atemnot herauszukommen oder diese sogar von vornherein zu vermeiden. Bei vielen Patienten wird eine hochdosierte Asthmatherapie wegen eines vermeintlich unbehandelbaren Asthmas durchgeführt. Dies schließt häufig große Mengen von geschlucktem Cortison ein. Nach Diagnosestellung kann diese Therapie schrittweise unter Lungenfunktionskontrollen reduziert werden. Wenn dann typische Asthmaveränderungen auftreten, müssen diese entsprechend der Asthmatherapie-Empfehlungen behandelt werden. Bei einigen Patienten kann die medikamentöse Therapie - wenn kein Asthma vorliegt - jedoch auf Dauer folgenlos abgesetzt werden.

Prognose bei Vocal Cord Dysfunction (VCD).

Zur Prognose gibt es noch keine gesicherten Daten. Die Krankengeschichten der Patienten in der Schön Klinik Berchtesgadener Land, dem Referenzzentrum für die VCD in Deutschland, zeigen jedoch in Kombination auch mit einigen Angaben in der Literatur, dass die Prognose der VCD in der Regel sehr gut ist. Fast alle Patienten lernen, mit dieser Form der Atemnot umzugehen, sie zu verhindern oder zumindest als weniger bedrohlich zu erleben. Häufig verschwindet die Symptomatik sogar vollkommen und tritt allenfalls im Rahmen von akuten Infektionen nochmals in Erscheinung.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn