Stimmbandstörung (Vocal Cord Dysfunction, VCD)
Die Stimmbandstörung ist einem Asthma bronchiale sehr ähnlich
Die Stimmbandstörung, in der Fachsprache Vocal Cord Dysfunction (VCD) genannt, führt zu Beschwerden, die dem eines Asthma bronchiale sehr ähnlich sind. Aus diesem Grund wird diese Erkrankung in vielen Fällen, oft über lange Zeiträume, als Asthma fehlinterpretiert und entsprechend nicht wirksam behandelt.
Die VCD ist sicher kein neues Krankheitsbild. Es finden sich in der Literatur bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erste Beschreibungen solcher Atemnotzustände. In der Zukunft ist noch viel Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten, denn diese nach wie vor wenig bekannte Erkrankung kann nur dann frühzeitig aufgedeckt werden, wenn der diagnostizierende Arzt um diese besondere Form von Atemnotanfällen weiß.
Die Atemnotanfälle treten sehr plötzlich auf
Im Gegensatz zum Asthma bronchiale treten die typischen Atemnotanfälle sehr plötzlich auf und sind teilweise so intensiv, dass sie von den Betroffenen als lebensbedrohlich erlebt werden, was sich negativ auf ihre Lebensqualität auswirkt.
Was versteht man unter einer Stimmbandstörung?
Der Begriff Vocal Cord Dysfunction (VCD) ist zunächst wenig konkret und lässt mehr an eine Sprach- denn an eine Atemstörung denken. Von daher entsteht auch viel Verwirrung allein aufgrund des Begriffs. Typischerweise sehen HNO-Ärzte eher die Stimmstörung. Lungenfachärzte verstehen unter Vocal Cord Dysfunction hingegen einen in der Regel plötzlich auftretenden Atemnotanfall, der zu einer Einengung der Atemwege im Halsbereich führt und zu Atemnot unterschiedlicher Intensität führt. Diese kann von dem Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können, bis zu einer Atemnotintensität, die als lebensbedrohlich erlebt wird, führen.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. Klaus Kenn