Vocal Cord Dysfunction (VCD, Atemnot durch Stimmband-Störung). Diagnostik

Wie wird die Vocal Cord Dysfunction (VCD) festgestellt?

Den wichtigsten diagnostischen Schritt stellt die exakte, aufmerksame Befragung (Anamnese) der Betroffenen dar. Wenn die richtigen Fragen gestellt werden, so sind Verdachtsmomente schnell zu erarbeiten. Teilweise können sich Patienten in laienverständlichen Artikeln über VCD mit ihrem klinischen Problem selbst wieder finden, was die Experten in der Schön Klinik Berchtesgadener Land, dem Referenzzentrum für die VCD-Diagnostik in Deutschland, sehr häufig erlebt haben.

Lungenfunktionsmessung ohne Auffälligkeiten.

Die Lungenfunktionsmessung zeigt im beschwerdefreien Intervall in der Regel keinerlei Auffälligkeiten. Allenfalls finden sich bei gleichzeitigem Asthma bronchiale die typischen Veränderungen. Sehr selten nur gelingt eine Lungenfunktion zum Zeitpunkt der Atemnotattacken, da diese Anfälle sehr kurz andauern (30 bis 120 Sekunden) und sich somit jeglicher Diagnostik in der Praxis oder in der Klinik entziehen.

Stimmbandspiegelung bringt treffsichere Diagnose.

Eine Stimmbandspiegelung (Endospirometrie) bringt schlüssige VCD-Diagnose.

Eine Stimmbandspiegelung (Endospirometrie) bringt schlüssige VCD-Diagnose.

Die exakte Diagnose kann durch eine Spiegelung der Stimmbänder (Endoskopie) gestellt werden. Wenn im Rahmen der Untersuchung eine VCD-Attacke ausgelöst werden kann, so zeigt sich der paradoxe Verschluss der Stimmbänder, der in mehr als 95 Prozent der Fälle während der Einatmung auftritt. Sehr selten finden sich VCD-Patienten mit Problemen bei der Ausatmung. Trotz eingehender endoskopischer Untersuchung lassen sichin einigen Fällen auch unter Provokationsbedingungen keine VCD-Symptome auslösen. Dies schließt aber nicht aus, dass dennoch eine Vocal Cord Dysfunction vorliegt.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn