Lungentransplantation. Ursache

Wann ist eine Lungentransplantation notwendig?

Sind bei einer Lungenerkrankung im Endstadium sämtliche Therapiemöglichkeiten inklusive der Rehabilitation ausgeschöpft und lässt sich keine Stabilisierung des Gesundheitszustandes erreichen, so muss dann die Indikation für eine Lungentransplantation gestellt werden. Die anzunehmende Lebenserwartung des Patienten muss nach Einschätzung der Experten deutlich eingeschränkt sein.

Folgende Krankheiten können eine Lungentransplantation notwendig werden lassen:

  • Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD)
  • einschließlich Lungenemphysem bei Alpha-1-Antitrypsinmangel
  • Mukoviszidose (Zystische Fibrose)
  • beidseitige Bronchiektasen
  • Idiopathische Lungenfibrose
  • Pulmonale Hypertonie
  • Idiopathische Form, z. B. im Rahmen von Herzfehlern (Eisenmenger-Syndrom)
  • Sarkoidose
  • Langerhanszell-Histiozytose (Histiozytose X)
  • Lymphangioleiomyomatose
  • Bronchiolitis obliterans

Allgemein gültig ist derzeit eine obere Altersgrenze von 65 Jahren für die Durchführung einer Lungentransplantation. Die Auswahl des Transplantationszeitpunktes ist eine im Einzelfall schwierige Entscheidung. Hinzu kommt der unbestimmte Zeitpunkt der Organverfügbarkeit.

Was spricht gegen eine Lungentransplantation?

Aktuelle, schwerwiegende Infektionen sowie schwere Begleiterkrankungen z.B. des Herzens, stellen eine Kontraindikation zur Lungentransplantation dar. Bösartige Geschwulste, deren erfolgreiche Behandlung noch keine fünf Jahre zurückliegt, schließen eine Transplantation ebenfalls aus. Schwere Erkrankungen der übrigen lebenswichtigen Organe wie Niere, Leber oder Herz, können im Einzelfall ebenfalls eine Transplantation unmöglich machen. Fortgeführtes Rauchen oder die Verwendung von Drogen oder Alkohol sind ebenfalls Kontraindikationen.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn