Lungenfibrose. Ursachen & Symptome

Lungenfibrose. Wie entsteht die Erkrankung?

Lediglich bei etwa der Hälfte der Patienten lässt sich überhaupt eine Ursache für die Ausbildung einer Lungenfibrose finden. Bei den Patienten, bei denen sich keine Ursache finden lässt, spricht man von einer Lungenfibrose ohne erkennbare Ursache (idiopathische Lungenfibrose). Als erkennbare Ursachen kommen organische und anorganische Stäube, chronische Infektionen sowie Schädigungen durch Medikamente oder Strahlung in Frage.

Lungenfibrose durch Einatmen von Staub

Bei den so genannten anorganischen Stäuben stehen Inhalationen von Quarzstaub, Asbeststaub und anderen Stäuben der Industrie als Ursache im Vordergrund. Häufig handelt es sich hierbei um Berufserkrankungen. Auch bei den so genannten organischen Stäuben (Schimmelpilze, Vogelexkremente, Heu- und Getreidestäube) liegt häufig eine berufliche Belastung vor.

Lungenfibrose durch Infektionen

Des Weiteren werden chronische bakterielle oder virale Infektionen für die Ausbildung einer Lungenfibrose verantwortlich gemacht.

Lungenfibrose durch medizinische Behandlungen

Medikamente können Ursache einer Lungenfibrose sein.

Medikamente können Ursache einer Lungenfibrose sein.

Auch Medikamente, deren Einsatz für die Behandlung bestimmter Erkrankungen notwendig ist, können eine Vernarbung der Lunge verursachen. So sind verschiedene Chemotherapeutika häufig als Ursache für eine Lungenfibrose zu finden. Auch infolge von Bestrahlungen, die zur Tumortherapie eingesetzt werden, kann im mitbestrahlten Lungenfeld eine Fibrose ausgelöst werden.

Erkrankungen, die eine Lungenfibrose begünstigen

Daneben gibt es eine ganze Reihe eigenständiger Erkrankungen, die die Ausbildung einer Lungenfibrose begünstigen. Hier sind im Wesentlichen die Sarkoidose, die Sklerodermie und die rheumatoide Arthritis zu erwähnen.

Welche Beschwerden treten bei einer Lungenfibrose auf?

Die Vernarbung der Lunge kann häufig sehr schleichend verlaufen, so dass die Patienten lange Zeit keine Symptome verspüren. Erste erkennbare Zeichen sind die Atemnot, die zunächst nur bei einer körperlichen Anstrengung bemerkt wird, sowie ein meist trockener Reizhusten. Im Verlauf der Erkrankung kommt es dann zunehmend zu Atemnot in der Ruhe. Dann stellt sich auch eine Blauverfärbung der Lippen (Zyanose) ein, die meist von einer Veränderung der Fingerendglieder (Trommelschlegelfinger) begleitet ist.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn