Lungenfibrose. Diagnostik & Therapie

Wie wird eine Lungenfibrose festgestellt?

  • Diagnose der Lungenfibrose durch Anamnese:
    Aufgrund der großen Zahl möglicher Ursachen ist die Erhebung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) von großer Bedeutung, um eine Diagnose finden zu können. So können Angaben zu Beruf, Hobbies und frühere Erkrankungen und deren medikamentöser Behandlung Informationen zur Ursache geben.
  • Diagnostik für die Lungenfibrose: Lungenfunktionsuntersuchung und Röntgen
    Nach der körperlichen Untersuchung, bei der zumeist beim Abhören der Lunge ein so genanntes Knisterrasseln festzustellen ist, wird eine Lungenfunktionsuntersuchung und das Anfertigen von Röntgenbildern bzw. einer Computertomographie notwendig.
  • Diagnose der Lungenfibrose durch Bronchoskopie
    Neben verschiedenen Blutuntersuchungen wird zur weiteren Abklärung meist eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgeführt, um eine feingewebliche Diagnose stellen zu können.
  • Diagnose der Lungenfibrose durch Entnahme von Lungengewebe
    Sollte sich auf der Basis dieser Untersuchungen keine schlüssige Diagnose stellen lassen, so könnte die Entnahme von Lungengewebe mittels eines kleinen operativen Eingriffes notwendig werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten für Lungenfibrose gibt es?

In den Fällen, in denen eine Ursache für die Lungenfibrose gefunden werden konnte, ist es selbstverständlich wichtig, die Ursache anzugehen. Sollten hierbei inhalierte Schadstoffe eine Rolle spielen, so ist strikt zu vermeiden, dass der Patient weiterhin diesen Schadstoffen ausgesetzt ist. Ansonsten muss die zur Lungenfibrose führende Grunderkrankung nach den entsprechenden Behandlungsschemata behandelt werden. Für die Behandlung der so genannten idiopathischen Lungenfibrose gibt es derzeit keine spezifische, ursächliche Therapie. Neben einer medikamentösen Behandlung der Lungenfibrose kommen die Anwendungen einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie sowie rehabilitative und chirurgische Maßnahmen zum Tragen.

Medikamentöse Behandlung der Lungenfibrose.

Bei der medikamentösen Behandlung stehen entzündungshemmende Präparate wie Cortison oder andere Immunsuppressiva im Vordergrund. Zum Schutz der Lunge im Sinne einer so genannten antioxidativen Therapie wird das Präparat N-Acetylcystein, welches bei anderen Erkrankungen wegen seiner schleimlösenden Wirkung bekannt ist, eingesetzt.

Sauerstoff-Langzeit-Therapie.

Sollte bei der Durchführung der Lungenfunktionsanalyse in Ruhe oder bei Belastung ein Sauerstoffmangel im Blut festgestellt werden, so muss die Indikation für eine Sauerstoff-Langzeit-Therapie geprüft und verordnet werden.

Rehabilitation bei Lungenfibrose.

Bewegungstherapie zur Rehabilitation bei Lungenfibrose

Bewegungstherapie zur Rehabilitation bei Lungenfibrose

Im Rahmen einer Rehabilitation wird neben der Aufklärung des Patienten über seine Erkrankung und Schulung im Umgang mit den Medikamenten ein großer Wert auf die Bewegungs- und Atemtherapie gelegt. Auch wenn vielerorts Patienten mit Lungenfibrose derzeit noch als nicht „rehafähig“ gelten, so gibt es viele Hinweise dafür, dass auch bei diesen Patienten die Medizinische Trainingstherapie einen bedeutsamen Stellenwert hat und ein großes Maß an Lebensqualität zurückbringen kann.

Lungentransplantation als letzte Möglichkeit.

Sollte trotz aller Maßnahmen die Krankheit weiter voranschreiten, so muss im Endstadium der Lungenfibrose eine Lungentransplantation als letzte Möglichkeit der Behandlung erwogen werden.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn