Lungenentzündung (Pneumonie). Diagnostik
Wie wird eine Lungenentzündung (Pneumonie) festgestellt?
Neben einer ausführlichen Befragung des Patienten (Anamnese) gehört eine körperliche Untersuchung, die vor allem das Abhören der Lunge beinhaltet, zur Erstuntersuchung. Bei der klassischen Pneumonie hört man in vielen Fällen Rasselgeräusche bei der Untersuchung mit dem Stethoskop; bei der atypischen Lungenentzündung kann aber auch ein unauffälliger Auskultationsbefund vorliegen.
Bildgebende Verfahren zur Diagnose einer Lungenentzündung
Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung wird meist auch ein Röntgenbild des Brustkorbs angefertigt. Hierdurch kann möglicherweise ein Rückschluss auf die möglichen Ursachen und auch auf die Ausdehnung der Lungenentzündung gemacht werden. Entzündungsherde kann man im Röntgenbild als so genannte Verschattungen erkennen. Man sieht hier im Röntgenbild eine Aufhellung des Lungengewebes. Bei einem unklaren Befund im Röntgenbild kann ggf. auch eine Computertomographie der Lunge zu weiteren Schlussfolgerungen führen.
Laboruntersuchungen zur Diagnose einer Lungenentzündung
Meist werden auch Entzündungswerte im Blut abgenommen. Hierzu gehört v.a. das Blutbild. Bei der klassischen Lungenentzündung sind die weißen Blutkörperchen erhöht sowie auch das C-reaktive Protein, das einen Entzündungsmarker für akute, meist bakterielle Entzündungen darstellt. Bei der atypischen Lungenentzündung können die weißen Blutkörperchen aber normal oder erniedrigt sein.
In einem Drittel der Fälle kann man den Erreger auch aus eitrigem Auswurf (Sputum) oder aus der Spülflüssigkeit, die während einer Bronchoskopie (Spiegelung des Bronchialsystems) gewonnen wird, nachweisen. In einigen Fällen (z.B. bei Pneumokokken, Legionellen) kann auch ein Antigennachweis aus Urin und Sputum /bronchialer Spülflüssigkeit erbracht werden.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. Klaus Kenn