Veränderte Immunabwehr
Veränderungen der Immunabwehr, z.B. Antikörpermangel-Syndrome, können ebenfalls eine Rolle für die COPD-Erkrankung spielen. Die Betroffenen haben zu wenig Antikörper im Blut und sind sehr anfällig für Infekte, weil ihr Immunsystem zu schwach ist.
Vererbter Mangel an Alpha 1-Antitrypsin
Eine weitere Ursache der COPD und des Lungenemphysems ist ein vererbbarer Mangel an Alpha 1-Antitrypsin. Alpha 1-Antitrypsin ist ein Protein, das ein Enzym hemmt, welches elastisches Gewebe in der Lunge zerstört. Es kommt zu einer zunehmenden Zerstörung der Lungenbläschen, so dass ein Lungenemphysem mit Überblähung und verminderter Gasaustauschfläche entsteht. Im Gegensatz zu einem Emphysem, das durch Zigarettenrauch verursacht wird, tritt beim Alpha 1-Antitrypsin-Mangel das Emphysem früher auf und betrifft vor allem die unteren Lungenabschnitte. Falls solche Patienten zusätzlich rauchen, entsteht das Emphysem noch frühzeitiger.
Zerstörung der Flimmerhärchen in der Lunge
Auch eine primäre ziliare Dyskinesie (angeborene Störung mit Zerstörung der Flimmerhärchen, die die Bronchialschleimhaut besetzen und normalerweise für die Reinigungsfunktion der Lunge verantwortlich sind), kann zu einer chronisch obstruktiven Bronchitis und Entwicklung von Bronchiektasien (irreversibeler Ausweitung der Bronchien mit gehäuften eitrigen Atemwegsinfekten) führen.