COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem. Therapie

Welche Behandlungsmöglichkeiten für COPD und das Lungenemphysem gibt es?

Die Therapie der COPD und des Emphysems beruht auf vier Säulen:

  • Prävention (Vorbeugung)
  • die medikamentöse Behandlung
  • die nicht-medikamentöse Behandlung
  • apparative/operative Behandlung.

Als wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung wird den Patienten dringend angeraten, auf das Tabakrauchen zu verzichten.

Medikamentöse Behandlung von COPD und Lungenemphysem.

Bei der COPD wird ein Stufenplan eingesetzt, die Therapie wird also je nach Schweregrad verstärkt.

Nicht-medikamentöse Behandlung von COPD und Lungenemphysem.

Neben der Behandlung mit Medikamenten können auch eine Reihe von Nicht-medikamentösen Maßnahmen in der Therapie eingesetzt werden.

Apparative Behandlung bei COPD und Lungenemphysem.

Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann es auch zu einer chronischen Überlastung der Atemmuskulatur kommen. Feststellen lässt sich eine Überlastung der Atemmuskulatur in der Blutgasanalyse, erkennbar an einem erhöhten Kohlendioxidwert. Zunächst sind die Kohlensäurewerte unter Belastung oder auch nachts im Schlaf erhöht, später auch in Ruhe. Wenn Ihre Atemmuskulatur chronisch überlastet ist, kann neben einer Sauerstofftherapie auch eine Maskenbeatmung, die Ihre Atemmuskulatur entlasten soll, durchgeführt werden. Die Maskenbeatmung wird nicht kontinuierlich, sondern intermittierend, d. h. vor allem in der Nacht durchgeführt. Durch die Heimbeatmungs-Therapie können sich Ihre Atemmuskeln über Nacht erholen. Die Einleitung einer nicht-invasiven Maskenbeatmungstherapie wird in Lungenabteilungen oder in Spezialkliniken eingeleitet.

Operative Behandlung bei COPD und Lungenemphysem.

Eines der operativen Therapieverfahren ist die Bullektomie (Entfernung von Lungenblasen). Beim Lungenemphysem können große Lungenblasen auftreten, die nicht an dem Gasaustausch und somit nicht an der Atmung, teilnehmen und das benachbarte gesunde Lungengewebe komprimieren können. Diese Blasen zu entfernen kann die Lungenfunktion vebessern und die Atemnot verrringern. Vor der Entscheidung für eine solche Operation, die in Spezialkliniken durchgeführt wird, sollte insbesondere neben den Lungenfunktionsuntersuchungen eine Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie) und auch ein hochauflösendes Computertomogramm der Lunge durchgeführt werden. Eine weitere operative Therapie ist die Lungenvolumenreduktion, die bei speziellen Formen des Lungenemphysems durchgeführt wird. Hier werden stark zerstörte Lungenteile, die nicht am Gasaustausch teilnehmen, entfernt. Diese Operation hilft, die Lungenüberblähung zu reduzieren, die Atemnot zu mindern und die Lungenfunktion zu verbessern. Auch vor dieser Operation ist es notwendig, dass Sie eine Spezialklinik aufsuchen. Derzeit werden endoskopische Verfahren erprobt, die das Ziel verfolgen, die funktionslosen Lungenareale zu entblähen. So werden z.B. Ventile in die Bronchien eingesetzt. Als weiteres experimentelles Therapieverfahren wird eine Shunt-Verbindung der Leistenvene mit der Arterie an einer kleinen Zahl von Patienten getestet. Diese Shunt-Verbindung soll die Sauerstoffaufnahme in der Lunge durch das zusätzliche Blutvolumen, das durch die Lungengefäße geleitet wird, verbessern. Einzelne Patienten mit einer COPD können auch für eine Lungentransplantation in Frage kommen. Die COPD stellt heute die häufigste Indikation zur Lungentransplantation dar.

Rehabilitation bei COPD und Lungenemphysem.

Hauptziele einer ambulanten oder stationären Rehabilitationsmaßnahme sind: 

  • Ihre körperliche und psychische Beeinträchtigung zu lindern,
  • Ihre Lebensqualität zu steigern, indem Ihre bestmögliche Leistungsfähigkeit wiederhergestellt wird, sowie
  • die soziale Reintegration zu fördern.

Bausteine einer Rehabilitation für COPD-Patienten.

Bei der pneumologischen Rehabilitation wir die medikamentöse Behandlung überarbeitet und optimiert. Zudem sollte eine pneumologische Rehabilitation auch folgende Inhalte abdecken:

  • die Tabakentwöhnung
  • ein körperliches Training (Lungensport)
  • die Patientenschulung
  • Atem-/Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Ernährungsberatung
  • Hilfsmittelversorgung
  • soziale Betreuung
  • eventuell auch eine Mitbetreuung durch Psychologen

Positive Effekte der Rehabilitation für die COPD.

Atemtherapeuten lehren Patienten die richtige Atmung bei einer COPD

Atemtherapeuten lehren Patienten die richtige Atmung bei einer COPD

Es gibt gesicherte positive Effekte der Rehabilitationsbehandlung. So profitieren Sie, indem Sie Ihre körperliche Leistungsfähigkeit steigern können. Die Atemnot vermindert sich und Ihre Lebensqualität steigt. Die Anzahl und Dauer von nachfolgenden Krankenhausaufenthalten kann reduziert werden und eine möglicherweise vorhandene Angstsymptomatik und Depression bessert sich. Wichtig ist, dass Sie nach einer stationären Rehabilitationsmaßnahme dauerhaft weitere Maßnahmen am Heimatort durchführen, z.B. in einer ambulanten Lungensportgruppe.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn


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