COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem. Symptome

Welche Beschwerden treten bei einer COPD auf?

Schon leichtes Spazierengehen kann bei einer COPD zu Atemnot führen

Schon leichtes Spazierengehen kann bei einer COPD zu Atemnot führen

Eine einfache chronische Bronchitis zeichnet sich durch Husten und Auswurf aus, der meist morgens abgehustet wird. Dagegen ist bei einer COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, zusätzlich die Lungenfunktion enigeschränkt und es kommt daher zu zunehmender Atemnot - zunächst bei Belastung - und zu einem Leistungsabfall. Unter Belastung ist hier nicht nur körperliche Belastung im sportlichen Bereich gemeint: Schon Aktivitäten des normalen täglichen Lebens wie Spazierengehen, bei schwererer Erkrankung sogar auch schon Umhergehen im Zimmer, auf die Toilette gehen, Essen oder Trinken können zu Atemnot führen. Im weit fortgeschrittenen Stadium der COPD tritt als Komplikation zunehmend auch die Entwicklung der Atemnot auch in Ruhe auf. Diese kann zum einen durch die Atemwegsverengung und durch eine verminderte Gasaustauschfläche bei einem Emphysem (Lungenüberblähung) bedingt sein. Aber auch die Überlastung der Atemmuskulatur kann Atemnot in Ruhe verursachen.

Verschlechterungschübe unbedingt schnell erkennen!

Im Rahmen der Erkrankung kann es vor allem im Herbst und Winter zu akuten Verschlechterungsschüben, auch Exazerbationen genannt, kommen.

Daran erkennen Sie einen Verschlechterungsschub bei chronisch obstruktiver Bronchitis:

  • zunehmende Atemnot, auch bei leichter Belastung oder in Ruhe
  • vermehrtes Husten
  • Zunahme des Auswurfs
  • mögliche Veränderung der Konsistenz des Auswurfs (dieser wird zäher)
  • Verfärbung des Auswurfs (eitrig, gelb-grün) .

Wenn eine Verschlechterung eintritt, suchen Sie einen Arzt auf, denn eine schnelle Behandlung ist wichtig. Daher ist es umso bedeutender, dass Sie als COPD-Patient selbst einen akuten Verschlechterungsschub erkennen! Unbehandelte oder zu spät behandelte Verschlechterungsschübe können unter Umständen zu einer weiteren schweren Einschränkung der Lungenfunktion führen und machen nicht selten einen Krankenhausaufenthalt notwendig.

Verschiedene Patienten-Typen bei Lungenemphysem.

Beim Lungenemphysem kann man traditionell zwei Emphysem-Typen unterscheiden, zwischen denen es aber fließende Übergänge gibt.

  • "Pink puffer": Bei diesem Patienten-Typ ist das Emphysem stark ausgepragt. Die "Pink puffer"-Patienten sind eher normal- bis untergewichtig, leiden an einer ausgeprägten Luftnot und haben meist einen Sauerstoffmangel (respiratorische Partialinsuffizienz). Eine Zyanose (bläulich verfärbte Lippen und Nagelbetten) findet man selten.
  • "Blue bloater": Dies ist der Patienten-Typ mit vorwiegender COPD. Die "Blue boater"-Patienten sind meist übergewichtig, haben eine ausgeprägte Zyanose, erleiden aber geringere Atemnot als der Pink puffer. Diese Patienten berichten über vermehrten Husten und Auswurf, haben neben einem Sauerstoffmangel (Hypoxie) auch Probleme aufgrund einer überlasteten Atemmuskulatur, Kohlensäure abzuatmen. Somit zeigen sich erhöhte Kohlendioxidwerte im Blut (Hyperkapnie). Auch entwickeln diese Patienten frühzeitig eine Überlastung des rechten Herzens.

Im Verlauf können die Patienten mit einem Lungenemphysem aufgrund der Zerstörung der Lungenbläschen einen zunehmenden Sauerstoffmangel (Hypoxämie) entwickeln, der eine Sauerstofftherapie notwendig macht. Es kann auch gleichzeitig zu einer Überlastung der Atemmuskelpumpe kommen, die eine nicht-invasive Maskenbeatmung erforderlich macht.

Weitere Komplikation bei COPD: Cor pulmonale.

Eine weitere Komplikation ist neben der Entwicklung eines Lungenemphysems auch die Entwicklung einer Überlastung des rechten Herzens, das so genannte Cor pulmonale. Diese Erkrankung entsteht, weil der Druck im Lungenkreislauf infolge des Sauerstoffmangels angestiegen ist.

Fachliche Betreuung

Kenn

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Klaus Kenn


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