Asthma bronchiale. Alltag, Ratgeber & Tipps

Verzichten Sie bei Asthma bronchiale unbedingt auf das Rauchen!

Leider rauchen immer noch mehr als 30 Prozent aller Asthmatiker, obwohl sie von ihrer Erkrankung in Kenntnis gesetzt wurden. Studien haben jedoch gezeigt, dass das fortgesetzte Rauchen die Erfolgschancen einer medikamentösen Asthma-Therapie erheblich mindert oder gar vereitelt. Rauchen verschlechtert ohne Frage die Asthma-Prognose!

 

Vermeiden Sie bei Asthma bronchiale Allergene!

Wer weiß, dass er auf Haustiere allergisch reagiert, sollte den Kontakt rigoros meiden.

Wer weiß, dass er auf Haustiere allergisch reagiert, sollte den Kontakt rigoros meiden.

Bei allergischen Asthmatikern empfehlen die Spezialisten unisono: Sich von den Allergenen fernhalten und sie möglichst meiden. Eine vollständige Allergenkarenz verringert das Risiko von Asthma-Anfällen.

 

Kennen Sie die richtige Atemtechnik bei Asthma bronchiale?

Atemphysiotherapeuten helfen, den Atem richtig wahrzunehmen und Atemtechniken gezielt einzusetzen.

Atemphysiotherapeuten helfen, den Atem richtig wahrzunehmen und Atemtechniken gezielt einzusetzen.

Bei einem akuten Asthma-Anfall müssen nicht nur atemwegserweiternde Medikamente verabreicht werden, sondern der Patient sollte unbedingt die richtigen Atemtechniken anwenden. Neben der so genannten Lippenbremse sind atemerleichternde Körperhaltungen sehr hilfreich: Durch Abstützen der Arme und Schultern erleichtert man die Situation und ermöglicht, dass die so genannte Atemhilfsmuskulatur im Bereich des Brustkorbs besser zum Einsatz kommt.

Die Lippenbremse

Die Lippenbremse ist eine spezielle Atemtechnik. Sie atmen dabei ruhig durch die Nase ein und langsam durch die locker aufeinanderliegenden Lippen aus. Durch diese Technik wird der Ausatemstrom abgebremst und die Atemwege werden erweitert. Die behinderte Ausatmung wird damit erleichtert. Die richtige Technik erlernen Sie z.B. bei Atem-Physiotherapeuten.

 

Bei einem Asthma-Anfall Ruhe bewahren.

Zudem sollten Sie im Falle eines Anfalls versuchen, trotz der Atemnot keine Angst, Panik oder Hektik aufkommen zu lassen. Werden die richtigen therapeutischen Maßnahmen frühzeitig angewandt, sind die meisten Atemnotfälle heute gut zu behandeln.

 

Notfälle bei Asthma bronchiale sind heute selten geworden.

Aufgrund der wirksamen Basistherapie für Asthmatiker tritt heute nur noch selten ein so genannter Status asthmaticus auf, der eine bedrohliche Situation darstellt und im Krankenhaus als Notfall zu versorgen ist. Dabei werden in der Regel Cortison-Präparate intravenös verabreicht. Im Einzelfall kann auch eine Sauerstofftherapie notwendig werden.

 

Wie können Sie sich bei Asthma bronchiale schützen?

Wenngleich ein perfekter Schutz vor Infekten nie möglich sein wird, so können Sie im Alltag doch manches vermeiden. In Zeiten von Grippewellen z.B. sollten Sie den direkten Kontakt mit anderen, falls möglich, vermeiden oder zumindest modifizieren. Hände sollten dann eher gewaschen als geschüttelt werden. Ein ausreichender Abstand zum Gesprächspartner (> 1 m) ist dann ebenso wichtig wie die Meidung öffentlicher Verkehrsmittel. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sowohl die jährliche Grippeschutzimpfung wie auch die Pneumokokkenimpfung für Patienten mit Asthma bronchiale.

 

Der Clevere fährt bei Asthma bronchiale besser.

Die Destabilisierung eines Asthmaverlaufes durch Infekte kann nie ganz verhindert werden. Dennoch ist es möglich, das Ausmaß der infektbedingten Veränderungen durch eine konsequente und v.a. frühzeitige Einleitung der genannten Maßnahmen erheblich einzudämmen. Zusammenfassend kann man sagen, dass Sie, wenn Sie gut informiert und aufmerksam sind, mit einem viel besseren Verlauf Ihrer Erkrankung rechnen können. Asthma ist eine chronische, oft lebensbegleitende Erkrankung, über die Sie gar nicht zu viel wissen können.