Asthma bronchiale.
Asthma bronchiale. Definition.
Bei Asthma bronchiale kommt es zu anfallsweiser Atemnot. In der Therapie werden verschiedene Atemtechniken geübt, wenn ein Atemnotfall eintritt.
Das Asthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die zu anfallsweise auftretender Atemnot führen kann. Bedingt ist die Atemnot bei Asthma durch eine Atemwegseinengung (Bronchialobstruktion). Asthma bronchiale zeigt sich durch eine bronchiale Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität). Dies bedeutet, dass eine Vielzahl von irritativen Reizen wie Abgasen, Rauch oder Parfüm Symptome wie Husten und Atemnot auslösen können. Die Atemwegseinengung und das mit dem Asthma einhergehende Ausmaß von Atemnot können von der Intensität her sehr unterschiedlich sein. Typisch für das Asthma bronchiale ist es, dass insbesondere zu Beginn der Erkrankung die Atemwegseinengung (Obstruktion) durch medikamentöse Therapien in der Regel voll rückbildungsfähig (reversibel) ist. Insbesondere bei Infekten gehen die Hauptsymptome Husten und Atemnot mit einer teils zähen Verschleimung der Atemwege einher. Das Asthma erfährt hierdurch ein deutliche Verschlechterung (Exazerbation).
Asthma bronchiale ist weit verbreitet.
Wird Asthma frühzeitig erkannt und behandelt, verbessert sich die Lebensqualität erheblich.
Asthma bronchiale ist eine Volkskrankheit: Sechs Prozent aller Erwachsenen in Deutschland sind davon betroffen. Trotz medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten, die sich im Laufe der letzten Jahre permanent verbessert haben, ist das Problem Asthma bei weitem noch nicht gelöst. Es gilt vor allem, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und konsequent zu behandeln.
Kontrolliertes Asthma als vorrangiges Ziel.
Zur effektiven Asthma-Therapie stehen heute moderne und hochwirksame Medikamente zur Verfügung, die in den meisten Fällen bei richtiger Anwendung und guter Steuerung der Therapie dazu führen sollten, dass gut eingestellte Asthmatiker ohne wesentliche Probleme ihren Alltag meistern und ein aktives und somit normales Leben führen können. Ein solches so genanntes kontrolliertes Asthma zu erreichen, setzt jedoch voraus, dass eine subtile diagnostische Aufarbeitung erfolgt, bevor die daraus resultierenden medikamentösen Therapien eingeleitet werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, den betroffenen Asthmatikern die hierfür notwendige Eigenkompetenz durch intensive Schulung und Motivationsmaßnahmen zu vermitteln. Da das Asthma bronchiale in der Regel eine über das Jahr gesehen sehr variable Erkrankung sein kann, gilt es für den geschulten Asthmatiker, die Therapiemaßnahmen jeweils an die sich ändernden Asthma-Gegebenheiten anzupassen, um somit die notwendige Asthma-Kontrolle dauerhaft oder zumindest überwiegend zu erreichen.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. Klaus Kenn