Multiples Myelom (Plasmozytom). Therapien & Behandlung.
Wann ist eine Therapie beim Multiplen Myelom erfoderlich?
Bei Diagnosestellung eines multiplen Myeloms ist nicht in jedem Fall eine Therapie erforderlich. Eine Therapieindikation besteht dann, wenn das Myelom zu Krankheitserscheinungen bzw. Beeinträchtigungen von Organfunktionen führt. Dies ist dann gegeben, wenn Knochendefekte nachweisbar sind, eine Erhöhung des Blutcalciumspiegels besteht, myelombedingte Einschränkungen der Nierenfunktion vorliegen oder eine Blutarmut (Anämie) den Patienten beeinträchtigt.
Primärtherapie des Multiplen Myeloms
In der Primärtherapie wird durch die Hochdosischemotherapie versucht, die bösartigen Blutzellen zu zerstören.
Therapie des Rückfalls beim Multiplen Myelom
In der Regel wird das multiple Myelom durch die primäre Therapie nicht geheilt und es kommt zu Rückfällen der Erkrankung. Die Therapie des Rückfalls erfolgt nach individuellen Kriterien.
Bemessung des Therapieerfolgs
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Partielle Remission (PR) = Rückgang der messbaren Tumormanifestationen um mindestens 50 %.
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Komplette Remission (CR) = komplettes Verschwinden der Tumormanifestationen, insbesondere weniger als 5 % Plasmazellen im Knochenmark, fehlender Nachweis des M-Proteins im Serum und Urin (Nachweisverfahren Immunfixation). Knochendefekte bilden sich in der Regel allerdings nicht zurück. Dies spielt demnach für die Definition einer kompletten Remission keine Rolle.
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Stringente CR = die Erfüllung der Kriterien für eine komplette Remission, wie oben angegeben plus fehlender Nachweis von Monoklonalität der Plasmazellen im Knochenmark mit sensitiven Nachweismethoden und normales Verhältnis der freien Leichtketten im Serum.
Rehabilitation
Ob bei Patienten mit multiplem Myelom spezielle Rehabilitationsmaßnahmen sinnvoll sind, hängt stark von den jeweiligen Beschwerden der Patienten durch Erkrankung und Therapie ab. Spezifische Aspekte für Rehabilitationsmaßnahmen können ein anhaltend schlechter Allgemeinzustand verbunden mit schlechter Ernährungssituation, Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit nach Knochenschäden oder Knochenbrüchen sein. Aber auch psychosomatische Therapien sind Teil der Rehabilitaion. Umfassende Rehabilitationsmaßnahmen speziell für Patienten nach Hochdosischemotherapie und Blutstammzelltransplantation können an ausgewählten Zentren, wie der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg, (www.tumorbio.uni-freiburg.de) wahrgenommen werden.
Psychotherapie bei schwerer Erkrankung
Bei einer schweren Erkrankung wie dem Multiplen Myelom hilft Psychotherapie, mit der Diagnose besser umzugehen.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Priv.-Doz. Dr. med. Christian Straka