Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck). Ursachen
Wie entsteht Bluthochdruck?
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer arteriellen Hypertonie. Blutdruck, Blutmenge/Blutzusammensetzung und Gefäßbeschaffenheit bedingen die jeweilige Versorgung der Organe. Der Blutdruck ist eine dynamische Größe und passt sich unmittelbar den Lebensbedingungen an. Der Blutdruck unterliegt damit natürlichen Schwankungen. Unter Belastungen (Stress) steigt in der Regel der Blutdruck, umgekehrt in Ruhe, insbesondere im Schlaf, sinkt er deutlich ab.
Primäre/essentielle Hypertonie
Bei ca. 90% der Menschen mit arterieller Hypertonie liegt eine so genannte primäre oder essentielle Hypertonie vor. Es besteht häufig eine familiäre Disposition (Veranlagung). Die erhöhten Blutdruckwerte entwickeln sich häufig zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Letztendlich erfolgt die Diagnose durch Ausschluss der bekannten Ursachen eines Bluthochdruckes.
Sekundäre arterielle Hypertonie
Die sekundäre arterielle Hypertonie ist ganz überwiegend durch eine Erkrankung der Nierendurchblutung, des Nierengewebes oder des Nierenbeckens verursacht. Bei der Durchblutungsstörung steht die Nierenarterienstenose (Verengung der Hauptschlagader oder der Niere) im Vordergrund. Bei 1% aller Hypertoniker liegt eine Störung des Hormonhaushaltes vor (Conn’s-Syndrom, Phäochromozytom, Hyperthyreose, Akromegalie, adrenogenitales Syndrom). Angeborene Missbildungen der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose) bedingen einen Bluthochdruck der oberen Körperregion. Darüber hinaus finden sich erhöhte Blutdruckwerte bei der Aortenklappenisuffizienz mit hohem Auswurfvolumen des Herzens zu erhöhten systolischen Blutdruckwerten.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Hugo Heidemann