Bluthochdruck (arterielle Hypertonie).

Wie verbreitet ist Bluthochdruck?

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann Durchblutungsstörungen verursachen, die zu einem Herzinfarkt führen können.

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann Durchblutungsstörungen verursachen, die zu einem Herzinfarkt führen können.

Die arterielle Hypertonie ist in den westlichen Industrieländern und hier insbesondere auch in Deutschland eine häufige Gesundheitsstörung. Bei ca. 10 bis 20% der Bevölkerung ist der Blutdruck erhöht. Unabhängig von der Ursache des Bluthochdruckes treten gehäuft Folgeschäden in Form von Durchblutungsstörungen (Schlaganfall, Netzhautschäden der Augen, Herzinfarkt, Nierenschäden, Durchblutungsstörungen der großen Gefäße) auf. Vereinfacht ausgedrückt kommt es zu einem vorzeitigen Altern der Gefäße (generalisierte Gefäßsklerose) mit den entsprechenden Organschäden.

 

Bluthochdruck. Informationen von A-Z

Information. Was ist Bluthochdruck?

Welche Arten von Bluthochdruck gibt es?

Unterschieden wird zwischen einer primären, auch essentielle arterielle Hypertonie genannt, und einer sekundären arteriellen Hypertonie. Bei der primären arteriellen Hypertonie, die bei ca. 90% der Betroffenen vorliegt, besteht eine Veranlagung und die eigentliche Ursache ist bisher nicht bekannt. Bei der sekundären arteriellen Hypertonie liegt in 90% dieser Fälle eine Nierenfunktionsstörung vor. Die übrigen 10% verteilen sich auf Störungen der Hormonsekretion und Herz- und Gefäßmissbildungen.

 

Was versteht man unter Bluthochdruck?

Wiederholt gemessene Blutdruckwerte in Ruhe sollten der Beurteilung des Blutdruckes zugrunde liegen. Nach den Kriterien der Weltgesundheitsbehörde liegt bei einer Erhöhung dieser Werte über 140/90 mmHg eine arterielle Hypertonie vor. Zur weiteren Einteilung bedient man sich häufig weiterer Kriterien. Demnach gibt es eine leichte (bis 160/95 mmHg), mittelschwere (bis 180/105 mmHg) und schwere (größer 200/120 mmHg). Darüber hinaus finden sich die Bezeichnung „Bluthochdruckkrise“ und „maligne Hypertonie“. Bei der malignen Hypertonie liegen Blutdruckwerte von über 220/120 mmHg vor, verbunden mit Augenhintergrundveränderungen im Sinne eines Fundus hypertonicus III bis IV.

 

Symptome. Anzeichen von Bluthochdruck

Welche Beschwerden treten auf?

Häufig verursacht die arterielle Hypertonie über lange Zeit keine Beschwerden. Hohe und sehr hohe Blutdruckwerte können mit Kopfschmerzen, Kopfdruck und nicht selten Nasenbluten einhergehen. Die Folgeschäden führen dann zu entsprechenden Beschwerden. Nicht selten führen zum Beispiel die Veränderungen an Augenhintergrund, Urinuntersuchungen oder Untersuchungen des Herzens zur Diagnose.

 
 

Ursachen. Wie entsteht Bluthochdruck?

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer arteriellen Hypertonie. Blutdruck, Blutmenge/Blutzusammensetzung und Gefäßbeschaffenheit bedingen die jeweilige Versorgung der Organe. Der Blutdruck ist eine dynamische Größe und passt sich unmittelbar den Lebensbedingungen an. Der Blutdruck unterliegt damit natürlichen Schwankungen. Unter Belastungen (Stress) steigt in der Regel der Blutdruck, umgekehrt in Ruhe, insbesondere im Schlaf, sinkt er deutlich ab.

 

Primäre oder essentielle Hypertonie.

Bei ca. 90% der Menschen mit arterieller Hypertonie liegt eine so genannte primäre oder essentielle Hypertonie vor. Es besteht häufig eine familiäre Disposition (Veranlagung). Die erhöhten Blutdruckwerte entwickeln sich häufig zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Letztendlich erfolgt die Diagnose durch Ausschluss der bekannten Ursachen eines Bluthochdruckes.

 
 

Sekundäre arterielle Hypertonie.

Die sekundäre arterielle Hypertonie ist ganz überwiegend durch eine Erkrankung der Nierendurchblutung, des Nierengewebes oder des Nierenbeckens verursacht. Bei der Durchblutungsstörung steht die Nierenarterienstenose (Verengung der Hauptschlagader oder der Niere) im Vordergrund. Bei 1% aller Hypertoniker liegt eine Störung des Hormonhaushaltes vor (Conn’s-Syndrom, Phäochromozytom, Hyperthyreose, Akromegalie, adrenogenitales Syndrom). Angeborene Missbildungen der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose) bedingen einen Bluthochdruck der oberen Körperregion. Darüber hinaus finden sich erhöhte Blutdruckwerte bei der Aortenklappenisuffizienz mit hohem Auswurfvolumen des Herzens zu erhöhten systolischen Blutdruckwerten.

 
 

Diagnostik & Therapie

Bei entsprechenden Verdachtsdiagnosen müssen Hormonuntersuchungen erfolgen.

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