Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Diagnostik & Therapie

Wie wird eine Arteriosklerose festgestellt?

Um eine Arteriosklerose festzustellen werden folgende Verfahren eingesetzt:

Der Knöchel-Arm-Index: Durchblutungsstörungen erkennen .

Selbst beschwerdefreie Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit sind gefährdet, innerhalb weniger Jahre einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Durch einen einfachen rechnerischen Vergleich des Blutdrucks an Arm und Bein lässt sich eine bestehende arterieller Verschlusskrankheit der Beine jedoch erkennen. Bei dem Test misst der Arzt zunächst den Blutdruck an der Wade, knapp oberhalb des Fußgelenks. Diesen „Knöchel-Wert“ teilt er durch den Blutdruck des Arms. Das Ergebnis ist der Knöchel-Arm-Index, der sogenannte „Ankle Brachial Index'“(ABI).

Was die Werde des Knöchel-Arm-Indexes aussagen.

Liegt der ABI unter 0,9, spricht dies für eine Durchblutungsstörung der Beine. Wenn er noch stärker abgefallen ist auf 0,6 bis 0,8 liegt die Schaufensterkrankheit vor. Bei einem ABI unter 0,3 droht das Absterben von Gewebe. Patienten, die ein hohes Risikoprofil aufweisen (Hochdruckpatienten, Zuckerkranke, Raucher, Patienten mit Fettstoffwechselstörungen) sollten sich bereits ab dem fünfzigsten Lebensjahr untersuchen lassen. Der Knöchel-Arm-Index ist kein neuer Test, wird aber leider in den Arztpraxen zu selten durchgeführt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Körperliche Bewegung, wie Tanzen oder Spazierengehen, fördern die Durchblutung

Körperliche Bewegung, wie Tanzen oder Spazierengehen, fördern die Durchblutung

An erster Stelle steht eine gesunde Lebensweise mit ausreichend körperlicher Bewegung und ausgewogener Ernährung. Je nach Erkrankungsstadium werden unterschiedliche Medikamente eingesetzt, die Arterien mit einem Ballon gedehnt oder operiert.

Medikamentöse Behandlung

Folgende Medikamente werden zur Behandlung der Arteriosklerose eingesetzt:

  • Medikamente zur "Blutverdünnung", z. B. Azetylsalizylsäure . Ziel ist es, die Bildung von Blutgerinnseln im Gefäßsystem zu vermeiden. Gefährliche Folgeerkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) lassen sich dadurch vorbeugend behandeln.
  • Medikamente gegen Fettstoffwechselstörungen (Lipidsenker): Eine Senkung des LDL-Cholesterinspiegels und eine Erhöhung des gefäßschützenden HDL-Spiegels soll erreicht werden
  • Medikamente gegen Bluthochdruck: Zur Vermeidung von Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Medikamente gegen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus): Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für die Arteriosklerose

Operative Behandlung

Können Patienten eine Strecke weniger als 200 Meter beschwerdefrei gehen, verursacht die arterielle Verschlusskrankheit große Schmerzen oder schränkt die Krankheit das Alltagsleben erheblich ein, kommt eine Gefäßoperation in Frage. Davon betroffen sind hauptsächlich Patienten in den Stadien III und IV.Je nach Lokalisation der Artrose und abhängig von der Schwere der Beschwerden können mittels eines Katheterverfahrens die Plaques abgetragen oder die Blutgefäße durch einen kleinen Ballon gedehnt werden (Angioplastie), damit der Blutfluss wieder durchgängig wird. Bei fortgeschrittenen Stadien oder bei einem Verschluss kann unter Umständen eine Bypass- Operation erforderlich sein. Hierbei wird die Engstelle mit einem künstlichen Venenstück überbrückt.

Nach der OP: Lebensstil ändern.

Nach einer Operation schreitet die arterielle Verschlusskrankheit dennoch weiter fort. Wichtig ist eine konsequente Kontrolle und Therapie der Risikofaktoren sowie eine mögliche Veränderung der Lebensgewohnheiten. Patienten müssen vor allem bereit sein, auf eine gesunde Ernährung umzustellen und gegebenenfalls Gewicht abzunehmen. Raucher sollten auf Tabakkonsum verzichten.

Fachliche Betreuung

Hamann

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Ralf Hamann