Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Symptome

Welche Beschwerden treten auf?

Eine Arteriosklerose entwickelt sich über Jahre hinweg schleichend und verursacht anfänglich praktisch so gut wie keine Beschwerden. Klinische Bedeutung bekommt die Arteriosklerose erst mit dem Auftreten von Folgeerscheinungen, die entstehen, wenn die Verengung der Gefäße soweit fortgeschritten ist, dass es zu einer mangelhaften Blutversorgung der betroffenen Organe kommt.

 

Ernste Warnsymptome sind

  • Herzrhythmusstörungen, Herzschmerzen, Brustenge (Angina pectoris), Herzinfarkt
  • Gedächtnisschwäche im Alter, Vergesslichkeit, Demenz
  • Sehstörungen, Schwindel, Ohnmacht, Schlaganfall

Bei dem erwähnten Schlaganfall gibt es leider wenige Warnsignale vorher. Jedoch können "Fleckensehen" der Augen, vorübergehende Sprachstörungen oder kurzandauernde Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen ernste Hinweise sein.

 

Durchblutungsstörungen der Beine

Betroffene müssen bei Durchblutungsstörungen der Beine häufig stehen bleiben

Betroffene müssen bei Durchblutungsstörungen der Beine häufig stehen bleiben

Bei einer Durchblutungsstörung der Beine treten charakteristische Beschwerden auf. Diese äußern sich hauptsächlich in Belastungssituationen, in der die Beinmuskulatur vermehrt Blut benötigt, so beispielsweise bei sportlichen Aktivitäten. Ist die Belastung zu groß, erhält der Muskel zu wenig Sauerstoff und es treten sog. durchblutungsbedingte (ischämische) Muskelschmerzen auf. Bei erkrankten Personen äußern sich Durchblutungsstörungen der Oberschenkelhalsarterien bereits schon unter geringer Belastung, z. B. beim Bergauf-Gehen oder beim schnellen Gehen. Die Betroffenen müssen häufig Stehen bleiben, um die Sauerstoffversorgung der Beine zu gewährleisten. Erst danach kann ist ein schmerzfreies Gehen wieder möglich. Dies hat zu dem Namen Schaufenster-Krankheit = Claudicatio intermittens geführt.

 

Durchblutungsstörungen sind nicht immer die Ursache von Schmerzen

Liegen hingegen Abnutzungserscheinungen der Gelenke (Arthrose) oder ein Muskelschaden (z. B. Muskelzerrung, Muskelriss, Bänderzerrung) vor, sind die Schmerzen anfangs am stärksten und nicht erst unter Belastung. Man spricht daher vom „Anlaufschmerz“; nach längerer Bewegung verbessern sich die Beschwerden. Der Arzt erkennt aus der Krankheitsgeschichte (Anamnese) der betroffenen Person, ob eine durchblutungsbedingte oder ob eine Abnutzungserscheinung der Gelenke Erkrankung vorliegt.

 

Es werden vier Stadien unterschieden:

  • Stadium I:  Die Verengung der Beinarterien ist ein schleichender Prozess und verläuft anfangs meist schmerzfrei. Betroffene geben in diesem Stadium allenfalls eine frühe Ermüdbarkeit der Muskulatur (zum Beispiel der Waden) oder eine Temperaturdifferenz der Füße an. Ein Warnzeichen für Gefäßveränderungen der Schlagadern, z.B. des Beckens sind bei Männern Erektionsstörungen.
  • Stadium II: Patienten im Stadium II der Krankheit leiden unter durchblutungsbedingten Schmerzen in den Waden oder Oberschenkeln beim Treppensteigen, Bergaufgehen oder sonstiger stärkerer Belastung. Durchblutungsstörung des Gehirns machen sich dadurch bemerkbar, das Patienten vorübergehend unfähig sind zu sprechen oder es zu einer kurzzeitigen Lähmung einer Hand, eines Beines oder auch einer Körperhälfte kommt. Auch ein vorübergehendes „Flecken sehen“ oder eine kurzfristige Blindheit auf einem Auge kann durch eine solche Durchblutungsstörung des Gehirns ausgelöst werden. Diese Symptome sind äußerst ernst zu nehmende Warnsymptome eines drohenden Schlaganfalls.
    • Stadium II a: schmerzfreie Gehstrecke über 200 Meter
    • Stadium II b: schmerzfreie Gehstrecke unter 200 Meter
    • Stadium II c (kompliziertes Stadium): Ulcus oder Nekrose, die Kriterien der kritischen Ischämie sind nicht erfüllt
  • Stadium III: Im Stadium III ist die Durchblutung aufgrund der Gefäßveränderungen so stark eingeschränkt, dass die Betroffenen auch im Bett liegend nachts über Schmerzen in der Muskulatur klagen. Die Patienten müssen die Beine aus dem Bett hängen lassen, um schmerzlos zu werden. Ist die Durchblutung bereits in diesem Maße eingeschränkt, droht der Verlust der Extremität. Weitere Anzeichen: Cutis marmorata ("marmorierte" Haut), Temperaturdifferenz, systolischer Knöchelarteriendruck < 50 mmHg
  • Stadium IV: Zu absterbendem Gewebe und zusätzlichen Geschwüren an Beinen kommt es im Stadium IV. Bezogen auf das Gehirn können entsprechende Hirnfunktionen nicht mehr wiedererlangt werden. Systolischer Knöchelarteriendruck < 50 mmHg
 

Definition

Mit Arteriosklerose bezeichnet man die Veränderung der Innenschicht durch Ablagerungen von Fettbestandteilen & Kalk.

Definition

Ursachen

Die Ursachen der Arteriosklerose sind vielfältig und nur teilweise bekannt.

Ursachen