Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Wenn sich die Blutgefäße verengen oder zusetzen.

Bei Arteriosklerose verkalken die Arterien. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Bei Arteriosklerose verkalken die Arterien. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Rund 10.000 Liter Blut pumpt das Herz Tag für Tag durch den menschlichen Körper, durch Arterien, Venen und viele kleine Blutgefäße. Ein lebenswichtiger Prozess. Bei jungen Menschen sind die Zuleitungen und Abflüsse des Blutes geschmeidig, biegsam dabei robust und leistungsstark – wie die Schläuche eines V6-Motors. Doch gerade bei Männern ab 40 Jahren zeigen sich gerne Verschleißerscheinungen: Das Material wird spröde, hart, die Schläuche bröseln, Ablagerungen verstopfen die Durchgänge – es entsteht eine Arteriosklerose. Oder wie man umgangssprachlich sagt: Die Arterien „verkalken“.

 

Ein schleichender Verschleißprozess, der sich heute gut behandeln lässt.

Die Folgeerscheinungen einer Arteriosklerose können Herzinfarkt, Schlaganfall, plötzlicher Herztod, Thrombose, Angina pectoris oder Ischämie sein. Die Krankheit entsteht nicht über Nacht, sondern über Jahre. Doch entdeckt werden die gefährlichen Engpässe in den Arterien oft spät. „Arteriosklerose ist eine Krankheit, die sich nicht rückgängig machen lässt. Ein einmal verschlossenes arterielles Gefäß öffnet sich von alleine nicht wieder“, sagt Dr. Christian Franke, leitender Arzt des Fachzentrums Chirurgie, Gefäß- & Unfallchirurgie in der Schön Klinik Neustadt. „Aber wir können heute einiges tun, um zu verhindern, dass sich die Krankheit weiter verschlimmert“, so der Spezialist für Gefäßchirurgie. Wir können verschlossene Gefäße minimalinvasiv wieder eröffnen oder mit einem Bypass umschiffen. Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren sehr viel entwickelt.“

Der enorme technische Fortschritt in der Medizintechnik und die zunehmende Spezialisierung der Ärzte ermöglicht es deshalb heute in der überwiegenden Zahl der Fälle große, wie auch sehr kleine Gefäße wieder durchgängig zu machen und somit die Blutversorgung aller Körperregionen zu sichern.

 

Arteriosklerose. Informationen von A-Z

Information. Was versteht man unter Arteriosklerose?

Der Aufbau einer gesunden Arterie.

Der Aufbau einer gesunden Arterie.

Arterien bestehen aus 3 Schichten, damit sie sich bestens an ihre Aufgaben anpassen können:

 

Was verursacht die Veränderungen?

Eine Arteriosklerose oder arterielle Verschlusskrankheit ist eine Veränderung in der Gefäßwand der Arterien, also jener Gefäße, die das Blut vom Herzen wegführen. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Verkalkung“ ist dabei irreführend – es handelt sich vielmehr um die Ablagerung von

  • Fettsäuren (Lipiden)
  • komplexen Kohlenhydraten (Zucker)
  • Cholesterin
  • geringen Mengen Kalk
  • Gewebewucherungen

Durch diese Ablagerungen verhärten die Schlagadern und werden im Extremfall undurchlässig. Dies kann zu einer kompletten Unterbrechung der Versorgung mit Blut und Sauerstoff in einem Organ führen. Die Folgen von Arteriosklerose bilden zusammengenommen die häufigste Todesursache in westlichen Industrieländern.

 

Gefäßverzweigungen sind besonders anfällig.

Arteriosklerose kann alle Arterien im Körper betreffen – speziell aber Gefäßverzweigungen. Hierzu zählen die Halsarterie, die Aorta und die Oberschenkelarterie. Besonders oft lassen sich daher Durchblutungsstörungen am Herzen und den Hirnschlagadern feststellen. Ebenfalls sind Durchblutungsstörungen in den Beinen ein häufiges Problem. Betroffene können dann bei fortgeschrittener Arteriosklerose nur kurze Wege zurücklegen, bevor sie aufgrund der Schmerzen im Bein pausieren müssen. Durch die Pause bessert sich die Versorgung des Beines wieder. Der Rhythmus aus einigen Schritten gehen und dann wieder Pausieren hat heute in der Medizin sogar einen eigenen Namen bekommen: Schaufensterkrankheit. Der Patient erweckt von außen betrachtet den Anschein, als würde er vor jedem Fenster, vor jeder Kleinigkeit, stehen bleiben und Inhalt und Umgebung genau betrachten – was natürlich nicht der Fall ist.

 

Symptome. Häufige Anzeichen von Arteriosklerose

Eine Arteriosklerose entwickelt sich oft über Jahre schleichend und unbemerkt. Meist bereitet sie im ersten Stadium der Krankheit keinerlei Beschwerden – bis die Gefäßerkrankung so weit fortgeschritten ist, dass ein Herzinfarkt und/oder ein Schlaganfall auftreten.

Auch eine Nekrose, das Absterben von Gewebe durch zu geringe Blut- und Sauerstoffversorgung, kann eine mögliche Folge von Gefäßverengungen oder Gefäßverstopfungen sein. Im schlimmsten Fall droht hierbei eine Amputation der betroffenen Extremitäten.

 

Ernste Warnsymptome sind:

Zu den ersten Warnsignalen für eine Arteriosklerose gehören unter anderem

  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzschmerzen
  • Brustenge (Angina pectoris)
  • Schwindel
  • Taubheitsgefühl
  • Ohnmachtsanfälle
  • Schmerzen in Armen und Beinen

Die Schmerzen in den Armen strahlen typischerweise in die Brust ab, während jene in den Beinen das Gehen längerer Strecken unmöglich machen. Hier entwickelt sich die sogenannte Schaufensterkrankheit: Betroffene bleiben nach kurzer Wegstrecke schmerzbedingt stehen, machen eine kurze Pause. Der Schmerz verschwindet bedingt durch bessere Durchblutung, es können wieder wenige Schritte zurück gelegt werden, bis der Scherz dann wieder so groß ist, dass wieder pausiert werden muss – als ob sich der Patient die Auslagen in jedem Schaufenster lange und ganz genau anschauen würde.

 

Symptome im fortgeschrittenen Stadium.

Betroffene müssen bei Durchblutungsstörungen der Beine häufig stehen bleiben

Betroffene müssen bei Durchblutungsstörungen der Beine häufig stehen bleiben

Akuter wird die Situation, wenn die Beine nicht nur beim Gehen, sondern auch im Liegen schmerzen. Oft lassen Betroffene diese dann beim Schlafen über die Bettkante baumeln – dadurch, dass sie tiefer hängen als der restliche Körper, kommt es dann zu einer stärkeren Blutversorgung – und entsprechend weniger Schmerzen.

 

Ursachen. Wie entsteht eine Arteriosklerose?

Arteriosklerose – ein natürlicher Alterungsprozess?

Genaugenommen ist Arteriosklerose keine Krankheit, sondern ein natürlicher Alterungsprozess, der sich bei dem einen mehr, dem anderen weniger bemerkbar macht. Besonders betroffen sind Männer ab dem 40. Lebensjahr. Tritt Arteriosklerose schon in der Jugend auf, handelt es sich überwiegend um Fettansammlungen in den Gefäßen, bedingt durch starkes Übergewicht und falsche Ernährung.

 

Was löst eine Durchblutungsstörung aus?

Als Hauptursachen für eine Arteriosklerose gelten vier Faktoren:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus und
  • Bluthochdruck

Warum dies so ist, konnte trotz intensiver Forschung bislang nicht endgültig geklärt worden. Es ist jedoch einwandfrei belegt, dass Männer ein höheres Risiko haben an einer Arteriosklerose zu erkranken als Frauen. Das Alter und eine genetische Disposition spielen bei dieser Erkrankung ebenfalls eine wichtige Rolle.

 

Diagnostik & Therapie

Körperliche Bewegung, wie Tanzen oder Spazierengehen, fördern die Durchblutung.

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Nach einer Operation ist es vielleicht notwendig, seine Lebensgewohnheiten zu ändern.

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