Aorten-Aneurysma. FAQ / Häufige Fragen

Wie geht es nach der Operation weiter?

Nachdem die Operationswunden abgeheilt sind, kann jedoch nach einer solchen Operation wieder ein völlig normales Leben geführt werden und die normale Arbeit fortgeführt werden. Auch Sport ist uneingeschränkt möglich.

Wie ist die Prognose nach der Operation?

Von entscheidender Bedeutung für die Prognose eines "geplatzten" Aortenaneurysmas ist die Art der Ruptur. Zwei Drittel der infrarenalen Aortenaneurysmen rupturieren in das Retroperitoneum (hinteren Bauchraum) und etwa ein Drittel in die freie Bauchhöhle. Nur bei der Ruptur ins Retroperitoneum, bei der es mit gleichzeitig abfallendem Blutdruck zu einer Tamponade der Ruptur kommt, besteht eine echte Überlebenschance. Im eigenen Krankengut wurde unter Zugrundelegung der Politik, dass grundsätzlich jedem rupturierten Aortenaneurysma die Chance der OP geboten wird, eine Letalität von knapp unter 40 % erreicht.

Wie hoch ist die Komplikationsrate?

Alle gefäßchirurgischen Rekonstruktionsverfahren im aorto-iliacalen Strombereich haben ausgezeichnete Offenheitsraten, die durch den weiten Arteriendurchmesser und das hohe Blutflußvolumen bedingt sind. Unter dem Gesichtspunkt "weniger ist mehr", sollte man nach Möglichkeit dem kleinstmöglichen Eingriff, also der Rohrprothese gegenüber der Bifurkationsprothese, den Vorzug geben. Wenn jedoch eine Bifurkationsprothese unumgänglich erscheint, so ist der intraabdominell-iliacale Anschluss dem Anschluss in der Leiste, wegen der geringeren Komplikationsrate, vorzuziehen. Die Wahrscheinlichkeit einer erforderlichen erneuten Operation im Beckenbereich nach Aortenrekonstruktion wird nach Literaturangaben mit 1,5 bis 5 % angegeben und somit sehr selten.

Fachliche Betreuung

Hamann

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Ralf Hamann