Magen-Darm-Erkrankungen. Ursachen & Symptome
Wie entstehen Magen-Darm-Erkrankungen?
Seit mehr als 20 Jahren ist bekannt, dass das Magenschleimhautbakterium Helicobacter pylori (1984 Entdeckung durch australische Forscher) die Entstehung von Geschwüren im Magen- und Zwölffingerdarmbereich erheblich begünstigt. So sind in etwa 90% der Fälle Geschwüre des Zwölffingerdarmes mit dem Nachweis von Helicobacter pylori verknüpft. Bei Magengeschwüren ist dieser Anteil etwas geringer; hier sind die schädlichen Einwirkungen von Schmerz- und Rheumamitteln sowie eine ungesunde Lebensweise Auslöser. Die Möglichkeit, diese Bakterien durch eine 1-wöchige Therapie mit säurehemmenden Medikamenten und zwei verschiedenen Antibiotika nachhaltig zu vernichten, hat dazu geführt, dass die Zahl der Zwölffingerdarmgeschwüre deutlich zurückgegangen ist, während die der Magengeschwüre geringer rückläufig ist.
Ursachen bei Durchfallerkrankungen
Die möglichen Ursachen für eine chronische Durchfallerkrankung sind vielfältig. Die Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – beispielhaft seien die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn genannt – treten schwerpunktmäßig bei jüngeren Menschen auf und verlaufen in typischer Weise in Schüben.
Welche Beschwerden treten auf?
Häufig steht Sodbrennen im Vordergrund der Beschwerden. Auch hier kann auf Verdacht eine Säurebehandlung erfolgen oder aber, je nach Ausmaß der Beschwerden und des Lebensalters, sofort eine Spiegelung durchgeführt werden. Auch hier lassen sich Vorstadien oder Frühstadien eines Krebses im Übergangsbereich von Magen zur Speiseröhre aufspüren und können häufig dann auf gleichem Wege, ohne Operation, behandelt werden.
In besonderen Fällen kann zusätzlich eine Ultraschall-Untersuchung von Innen, (d. h. während der Magenspiegelung) erfolgen, die dann sehr präzise die Veränderungen an Speiseröhre und Magenwand darstellt. Diese Spezialuntersuchung wird z.B. im Klinikum Eilbeck von einem niedergelassenen Gastroenterologen (Priv. Doz. Dr. B. Brand) durchgeführt. Bei nötiger operativer Behandlung steht in dem Klinikum ein erfahrener Bauchchirurg (Dr. L. Steinmüller) bereit, Ihnen zu helfen. Sollte sich eine Krebserkrankung herausstellen, wird die optimale Therapie dann in einem Gremium von Tumorexperten beraten.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Hugo Heidemann