Magen-Darm-Erkrankungen. Diagnostik & Therapie

Wie werden Erkrankungen des Dick- und Dünndarms nachgewiesen?

Eine MRT-Untersuchung hilft ebenfalls, die genaue Ursache der Erkrankung zu finden

Eine MRT-Untersuchung hilft ebenfalls, die genaue Ursache der Erkrankung zu finden

Auch diese Untersuchung kann auf Wunsch mit beruhigenden Mitteln oder in einer Kurznarkose erfolgen und ist dann völlig beschwerdefrei. Etwas unangenehm kann die am Vortag nötige Spülung des Darmes sein. Bei Beschwerden die auf den Darm hindeuten, sind wir bei der Empfehlung einer Dickdarmspiegelung großzügig, um ggf. Schleimhautpolypen als Krebs-Vorstadien entfernen zu können. Neben dieser endoskopischen Untersuchung stehen in unserem Klinikum Röntgenuntersuchungen, Computertomographie und Kernspintomographie zur Verfügung, die bei ganz unklarer Baucherkrankung bzw. vor einer Spiegelung des Magen-Darm-Kanals eingesetzt werden.

Durchfallerkrankungen.

Hier ist neben den Allgemeinuntersuchungen die Inspektion des Darmes mit Entnahme feingeweblicher Untersuchungsmaterialien wegweisend. Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen sind Beteiligungen des Darmes häufiger. Daher werden oft Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen auf diese Fragestellung untersucht, da die Entzündung von Gelenken und Bindegewebe durch eine entzündliche Darmerkrankung ausgelöst oder unterhalten werden kann.

Mögliche Vorgehensweisen bei akuten Oberbauchschmerzen.

Eine Magenspiegelung ergibt immer eine genaue Diagnose

Eine Magenspiegelung ergibt immer eine genaue Diagnose

Bei Verdacht auf eine Erkrankung im Bereich des Magens oder Zwölffingerdarmes kann zunächst eine säurehemmende Therapie erfolgen, eventuell ergänzt durch Medikamente, die die Bewegungsabläufe des Magens, z.B. Verkrampfungen, beeinflussen. Führt diese Behandlung nicht in wenigen Tagen zum Erfolg, kann nach Ausschluss der Erkrankung anderer Organe im Oberbauch eine Magenspiegelung erfolgen, die immer eine genaue Diagnose ergibt. Auch ist es möglich, dass Schleimhautbakterium Helicobacter mit anderen Mitteln als der Magenspiegelung festzustellen, z.B. in der Atemluft, im Blut oder im Stuhlgang. Bei Nachweis des Bakteriums könnte dann die oben dargestellte 1-wöchige Behandlung erfolgen.

Eine frühzeitige Untersuchung kann schweren Erkrankungen vorbeugen.

Ab dem 55. Lebensjahr oder aber bei Alarmsymptome wie Blutausscheidung oder Gewichtsabnahme, sollte die Magenuntersuchung vor der Behandlung durchgeführt werden. Krebserkrankungen z. B. könnten eventuell dann auch in früheren, noch gut behandelbaren Stadien erfasst und behandelt werden. Im Klinikum Eilbeck z.B. ist es üblich, bei deutlichen, auf den Magen zu beziehende Beschwerden frühzeitig die Magenspiegelung durchzuführen. Diese kann auf Wunsch mit beruhigenden Mitteln oder auch in einer intravenösen Kurznarkose erfolgen.

Fachliche Betreuung

Heidemann

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Hugo Heidemann