Magen-Darm-Erkrankungen.

Welche Beschwerden bzw. Erkrankungen können auftreten?

Wenn der Bauch schmerzt, können verschiedene Erkrankungen die Ursache sein.

Wenn der Bauch schmerzt, können verschiedene Erkrankungen die Ursache sein.

Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Kanals äußern sich als Schmerzen in bestimmten Regionen im Bereich des Bauches, die mit Störungen der Funktionen wie Durchfall, Verstopfung, Erbrechen und Übelkeit einhergehen können. Im Bereich des Oberbauches ist der Magen mit Speiseröhre und Zwölffingerdarm eines der zentralen Organe, die auf vielfältige Weise bei den unterschiedlichen Erkrankungen Beschwerden hervorrufen können.

 

Magen-Darm-Erkrankungen. Informationen von A-Z

Information. Was sind Magen-Darm-Erkrankungen?

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm machen sich in typischer Weise durch anhaltende Schmerzen bemerkbar, die beim Magengeschwür eher im Zusammenhang mit dem Essen und bei den Zwölffingerdarmgeschwüren eher nachts im nüchternen Zustand auftreten. Hinweise für eine Blutung aus diesen Geschwüren ist pechschwarzer Stuhlgang oder auch das Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartigem Material (Blut wird durch die Einwirkung von Salzsäure schwärzlich verfärbt).

 

Erkrankungen des Dünn- und Dickdarmes

Eine andere Ursache von Bauchbeschwerden und Bauchschmerzen verbunden mit Veränderungen der Stuhlganggewohnheiten können Erkrankungen im Bereich des Dünn- und Dickdarmes sein. Insbesondere der End- und Dickdarm stehen in unserer Abteilung ganz im Brennpunkt der Untersuchungen und Behandlungen, da es zurzeit in Deutschland ca. 60000 Neuerkrankungen an Enddarm- und Dickdarmkrebs gibt. Die Vorsorgeuntersuchung des Dickdarmes ab dem 50. bis 55. Lebensjahres oder die Stuhluntersuchungen auf verstecktes Blut, sollen und werden diese schwerwiegende Zahl im Laufe der nächsten Jahre deutlich vermindern. Üblich ist zurzeit eine von den Krankenkassen bezahlte Dickdarmuntersuchung alle 10 Jahre. Sollten aber Krebserkrankungen, insbesondere im Dickdarmbereich bei Blutsverwandten bekannt sein, oder aber bei jüngeren Menschen Alarmsymptome wie Blutausscheidung, Gewichtsabnahme oder deutliche Stuhlgangveränderungen auftreten, so kann der nötige Zeitpunkt einer Untersuchung auch viel früher sein. Die Schleimhautpolypen als Vorstadium einer Krebserkrankung können bei diesen Vorsorgeuntersuchungen sämtlich entfernt werden und schützen vor der Entwicklung einer bösartigen Erkrankung.

 

Funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen

Oft hilft schon die Umstellung der Ernährung auf z.B. ballaststoffreiche Kost

Oft hilft schon die Umstellung der Ernährung auf z.B. ballaststoffreiche Kost

Das chronische Reizdarmsyndrom oder aber die funktionellen Magenbeschwerden sind wesentlich häufiger, als die oben dargestellten organisch nachweisbaren Erkrankungen. In der Regel werden diese Patienten wegen ihrer Beschwerden gründlich untersucht und nach Ausschluss von sichtbaren Erkrankungen über die Natur ihrer Funktionsstörungen im Magen-Darm-Kanal aufgeklärt. Diese Beschwerden sind oft für den Betreffenden unangenehmer und erheblicher als die, die bei organisch begründeten Beschwerden vorhanden sein können. Es erfolgt dann eine Analyse und Beratung bezüglich Ernährung und Lebensumständen.

 

Ein aufklärendes Gespräch bringt häufig Erleichterung

Sollten diese möglichen, daraus resultierenden Veränderungen dem jeweiligen Patienten nicht helfen, können in vielen Fällen die Experten von unserer psychosomatischen Abteilung Rat geben oder diese Patienten zur Psychotherapie auf ihre Abteilung übernehmen. Es ist für die Patienten in der Regel entlastend zu erfahren, dass diese oft sehr unangenehmen, beeinträchtigenden Beschwerden die Lebenserwartung nicht beeinträchtigen, und dass der Magen-Darm-Kanal ein hochempfindliches, kompliziert regulierendes System in einem ausgedehnten Netz von Nervenfasern ist, das bei vielen Menschen kaum wahrgenommen wird, während andere fast täglich unter ähnlichen Bewegungsabläufen leiden.

 

Symptome. Anzeichen von Magen-Darm-Erkrankungen

Welche Beschwerden treten auf?

Durch eine Magen-Darm-Spiegelung kann frühzeitig Krebs erkannt werden

Durch eine Magen-Darm-Spiegelung kann frühzeitig Krebs erkannt werden

Häufig steht Sodbrennen im Vordergrund der Beschwerden. Auch hier kann auf Verdacht eine Säurebehandlung erfolgen oder aber, je nach Ausmaß der Beschwerden und des Lebensalters, sofort eine Spiegelung durchgeführt werden. Auch hier lassen sich Vorstadien oder Frühstadien eines Krebses im Übergangsbereich von Magen zur Speiseröhre aufspüren und können häufig dann auf gleichem Wege, ohne Operation, behandelt werden. In besonderen Fällen kann zusätzlich eine Ultraschall-Untersuchung von Innen, (d. h. während der Magenspiegelung) erfolgen, die dann sehr präzise die Veränderungen an Speiseröhre und Magenwand darstellt. Diese Spezialuntersuchung wird z.B. im Klinikum Eilbeck von einem niedergelassenen Gastroenterologen (Priv. Doz. Dr. B. Brand) durchgeführt. Bei nötiger operativer Behandlung steht in dem Klinikum ein erfahrener Bauchchirurg (Dr. L. Steinmüller) bereit, Ihnen zu helfen. Sollte sich eine Krebserkrankung herausstellen, wird die optimale Therapie dann in einem Gremium von Tumorexperten beraten.

 

Ursachen. Wie entstehen Magen-Darm-Erkrankungen?

Im Labor können Geschwüre verursachende Bakterien nachgewiesen werden

Im Labor können Geschwüre verursachende Bakterien nachgewiesen werden

Seit mehr als 20 Jahren ist bekannt, dass das Magenschleimhautbakterium Helicobacter pylori (1984 Entdeckung durch australische Forscher) die Entstehung von Geschwüren im Magen- und Zwölffingerdarmbereich erheblich begünstigt. So sind in etwa 90% der Fälle Geschwüre des Zwölffingerdarmes mit dem Nachweis von Helicobacter pylori verknüpft. Bei Magengeschwüren ist dieser Anteil etwas geringer; hier sind die schädlichen Einwirkungen von Schmerz- und Rheumamitteln sowie eine ungesunde Lebensweise Auslöser. Die Möglichkeit, diese Bakterien durch eine 1-wöchige Therapie mit säurehemmenden Medikamenten und zwei verschiedenen Antibiotika nachhaltig zu vernichten, hat dazu geführt, dass die Zahl der Zwölffingerdarmgeschwüre deutlich zurückgegangen ist, während die der Magengeschwüre geringer rückläufig ist.

 

Ursachen bei Durchfallerkrankungen

Die möglichen Ursachen für eine chronische Durchfallerkrankung sind vielfältig. Die Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – beispielhaft seien die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn genannt – treten schwerpunktmäßig bei jüngeren Menschen auf und verlaufen in typischer Weise in Schüben.

 

Diagnostik & Therapie

Magen-Darm-Erkrankungen sollten früh behandelt werden, um schwere Erkrankungen zu vermeiden.

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Spezialisierte Kliniken

Erfahrung zeichnet uns in der Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen aus.

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