Gallensteinleiden. Therapie

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wann sollte man etwas tun?

Gallensteine (ohne Beschwerden):

Wenn keinerlei Beschwerden oder auffällige Laborveränderungen vorliegen, bleibt es bei einer Beobachtung. Auch nur geringfügige Beschwerden geben eine Berechtigung (keine zwingende Notwendigkeit) für die Gallenblasenentfernung als Wahleingriff. Auch vor längeren Auslandaufenthalten sollte die Indikation zur Gallenblasenentfernung großzügig gestellt werden.

Gallensteinleiden:

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Was kann man gegen Gallensteine tun?

Konservativ ohne Operation

Gallenblasensteine ohne Operation zu behandeln ist heute weitgehend verlassen worden. Gründe hierfür sind, dass die Verfahren zur Steinauflösung oder Steinzertrümmerung lange Behandlungszeiten sowie eine Langzeitmedikation erfordern und keine Sicherheit dafür bieten, dass Steine erneut gebildet werden.

Operation?

Ja! Sinnvoll, da das Organ Gallenblase, in dem die Steine in der Regel entstehen, komplett entfernt wird, ohne dass Störungen im Verdauungssystem verbleiben – im Klartext: Das nicht mehr funktionierende und Störungen / Schmerzen verursachende Organ Gallenblase wird beseitigt.

Wie - welche Operationsprinzipien gibt es?

Offene Schnittoperation

Über eine quere oder schräge Bauchwandinzision am rechten Oberbauch wird die Gallenblase in konventioneller Technik herauspräpariert. Dieses Verfahren war über Jahrzehnte der Standard. Es kommt auch heute noch zur Anwendung, wenn ausgedehnte Verwachsungen nach Voroperationen die Schlüssellochoperation unmöglich machen. Wenn eine ERCP zur Steinbergung aus dem Gallengang nicht gelingt, muss im Rahmen der offenen Schnittoperation zusätzlich der Gallengang gesäubert werden.

Laparoskopische Cholezystektomie

Die Entfernung der Gallenblase mittels „Schlüssellochoperation“ ist heute der „Gold-Standard“(mehr als 90 %): Über 3 - 4 kleine Minischnitte werden Instrumentenhülsen mit Ventilkappen (Trokare) unter Bildschirmsicht mittels einer Videokamera und einer Kaltlichtquelle in den Bauchfellraum (Peritonealhöhle) eingeführt. Die spaltförmige Bauchhöhle wird durch dosierte Gaseinleitung (Kohlendioxyd) entfaltet, so dass in dem entstandenen Raum mit feinsten Instrumenten operiert werden kann. Die Blutversorgung der Gallenblase und der Verbindungsweg zum Hautgallengang wird abgeklippt, anschließend kann das Organ aus dem Leberbett möglichst bluttrocken und unversehrt herausgeschält und schließlich am Nabelschnitt geborgen werden. In einigen Fällen wird eine Drainage zur Ableitung von Wundsekret eingelegt.

Die minimal-invasive Gallenblasenoperation von heute?

Unser Konzept

Rehabilitation

Was kommt nach der Operation?

Fachliche Betreuung

Steinmüller

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Lutz Steinmüller