Gallensteinleiden. Diagnostik
Wie wird ein Gallensteinleiden festgestellt?
An erster Stelle bei Verdacht auf ein Gallensteinleiden wird heute die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durchgeführt. Mit der Methode können sowohl Gallensteine festgestellt als auch die mögliche Erweiterung des Gallenganges gemessen werden. Bei akuten Entzündungen lässt sich eine Verdickung der Gallenblasenwand ermitteln. Zusätzlich kann per Blutentnahme die Erhebung spezieller Leberwerte und der Entzündungswerte Aufschluss geben und weitere Untersuchungsschritte nach sich ziehen. In manchen Fällen kann als weiterer Schritt eine Computertomographie als röntgenologische Methode zur Erweiterung der Untersuchung sinnvoll sein.
Der erste Untersuchungsschritt
Der zweite Untersuchungsschritt
Bei Zeichen eines Verschlussikterus kann im nächsten Schritt eine neuere Bildgebungstechnik – die Kernspintomographie (MRCP) – eingesetzt werden. Mit ihr kann die Ursache weiter eingegrenzt werden, insbesondere lassen sich sowohl Steine als auch Tumorbildungen nachweisen. Alternativ kann hier auch die so genannte ERCP als endoskopische Untersuchungsmethode verwendet werden, die gleichzeitig eine Behandlungsmöglichkeit bietet (s. Therapie).
Der dritte Untersuchungsschritt
Bei unklaren Galleabflussstörungen kann diagnostisch der endoskopische Ultraschall eingesetzt werden: Wie bei einer Magenspiegelung führt der Untersucher das Spezialendoskop mit dem Schallkopf an der Spitze unter Sicht bis in den Zwölffingerdarm. Dort kann dann mit Ultraschall das benachbarte Gewebe beurteilt werden. Im speziellen Fall kann der Untersucher durch eine ultraschallgesteuerte Punktion Zellen zur mikroskopischen Beurteilung gewinnen. Besonders geeignet ist das Untersuchungsverfahren, wenn unklare Beschwerden auf die Bauschspeicheldrüse zu beziehen sind.
Ergänzende Diagnostik
Beschwerden im Oberbauch können auch andere Ursachen haben. So kann ein Geschwür im Magen oder Zwölffingerdarm selten ähnliche Beschwerden verursachen wie beim Gallensteinleiden. In diesen Fällen ist eine zusätzliche Magenspiegelung sinnvoll, insbesondere, wenn die Gallensteine nicht eindeutig sind.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Lutz Steinmüller