Dickdarmkrebs / Darmkrebs. FAQ / Häufige Fragen

Bekomme ich bei Darmkrebs einen künstlichen Darmausgang?

Nur ein kleiner Teil der Patienten bekommt heute im Zuge einer Darmoperation ei-nen künstlichen Darmausgang. Meist ist auch der nur vorübergehend, d.h. er wird nach einigen Wochen wieder zurückverlegt.

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt und wie lange muss ich nach der Operation mit Einschränkungen rechnen?

Der Krankenhausaufenthalt dauert heute in aller Regel eine Woche, manchmal einige Tage länger. Im Anschluss ist man noch für zwei Wochen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt, nach vier bis sechs Wochen haben sich die meisten Patienten vollständig erholt.

Wie werden die Nähte am Darm gemacht?

Die meisten Nähte am Darm macht man heute mit so genannten Klammernahtge-rähten. Die Darmenden werden mit feinsten Titanklammern aneinander gefügt, die einerseits Halt geben, aber gleichzeitig auch die für die Heilung erforderliche Durchblutung gewährleisten.

Mit welchen Komplikationen muss ich rechnen?

Nahtundichtigkeiten sind auch heute bei bester Technik nicht immer zu vermeiden. Sie führen in aller Regel zu einer erneuten Operation. In den Schön Kliniken liegt ihre Häufigkeit wegen der Expertise der Operateure auf diesem Gebiet bei < 3%, sie wird in der Literatur mit 5-8% angegeben. Nachblutungen sind extrem selten, andere Komplikationen betreffen Wundinfektionen, Harnwegsinfekte, vorübergehende Blasenentleerungsstörungen oder ähnliches.

Ärztlicher Rat

Bei den geringsten Anzeichen von Symptomen (siehe oben) sollten Sie eine Darmspiegelung vornehmen lassen. Blut auf dem Stuhl ist ein Alarmzeichen, auch wenn Hämorrhoiden bekannt sind. Die Komplikationsraten der Darmspiegelung sind heute extrem niedrig - im Zweifel immer spiegeln lassen. Und nicht vergessen: Vorsorgekoloskopie ab dem 55. Lebensjahr!

Fachliche Betreuung

Schimmelpenning

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Hendrik Schimmelpenning