Dickdarmkrebs / Darmkrebs. Definition
Wie entsteht Krebs?
In der Regel entsteht Krebs wenn sich gesunde Zellen verändern. Gesunde Zellen wachsen und teilen sich in einer sehr geordneten Weise, um die Funktionen unseres Körpers aufrecht zu erhalten. Manchmal gerät dieses Wachstum allerdings außer Kontrolle. In der Folge teilen sich Zellen, wenn sie gar nicht benötigt werden. Zusätzlich können sie eine Reihe von Eigenschaften annehmen, die gesunde Zellen nicht haben. Dazu gehört die Fähigkeit, in Nachbargewebe einzudringen oder fern des eigentlichen Ursprungsortes weiter zu wachsen und damit so genannte Metastasen zu bilden.
Von Polypen zum Darmkrebs
Der untere Abschnitt des Verdauungstraktes besteht aus dem Dickdarm sowie dem Enddarm, der den untersten Darmabschnitt bezeichnet und in den Darmausgang (Anus, After) übergeht. In den meisten Fällen entsteht Darmkrebs aus zunächst gu-tartigen Zellansammlungen, so genannten Polypen, die durch das unkontrollierte Wachstum von Zellen im Dick- und Enddarm entstehen. Diese können sich im Verlauf von Jahren zu Darmkrebs weiterentwickeln. In späteren Stadien der Erkrankung kann dann Krebs die gesamte Wand durchsetzen, Nachbarorgane infiltrieren, d.h. in sie hereinwachsen, und Lymphknoten- sowie Fernmetastasen verursachen.
Polypen können überall im Dick- und Enddarm entstehen: Der Dickdarm hat eine Länge von etwa 1,5 Meter, der Enddarm von 16 Zentimetern. Polypen sind entwe-der pilzförmig oder ganz flach. Sie können nur wenige Millimeter groß sein, aber auch einige Zentimeter im Durchmesser erreichen. Diese Polypen können sehr klein und vollkommen symptomlos sein.
Vorsorge ist wichtig!
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können helfen, solche Polypen im Frühstadium zu entfernen und damit eine Darmkrebsentstehung zu verhindern. Dick- und Enddarm gehören als eine funktionelle Einheit zusammen und die Krebsentstehung ist in beiden gleich; bezüglich der Behandlung gibt es aber Unter-schiede.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Hendrik Schimmelpenning