Polyneuropathie
Was ist Polyneuropathie?
Polyneuropathien, abgekürzt PNP, sind generalisierte Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Sie betreffen einzeln oder kombiniert die motorischen, sensiblen und vegetativen Nerven, ihre bindegewebigen Hüllstrukturen und die sie versorgenden Blutgefäße. Motorische Nervenfasern leiten Befehle zur Muskulatur. Sensible Nervenfasern leiten Empfindungen von Haut, Muskelspindeln, Sehnen und Gelenken zum Rückenmark. Vegetative oder autonome Nervenfasern innervieren die inneren Organe, die Blutgefäße und die Schweißdrüsen der Haut.
Akute oder Chronische Neuropathie?
Man unterscheidet Polyneuropathien nach der Schnelligkeit des Auftretens: akut = innerhalb von 4 Wochen, subakut 4 - 8 Wochen, chronisch > 8 Wochen). Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Verteilungstyp. Der häufigste Typ ist distal-symmetrisch, d. h. die Hände und Füße betreffend; proximal betrifft die rumpfnahen Körperteile und kranial die Hirnnerven. Zudem unterscheidet man auch, welche Nervenfasertypen vorwiegend befallenen sind. Mediziner sprechen je nachdem von einer sensiblen, motorischen, kombinierten sensibel-motorischen oder autonomen Polyneuropathie.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Friedrich Von Rosen