Chronische Schmerzen (Nervenschmerzen).
Schmerz ist subjektiv.
Schmerzfasern teilen dem Gehirn mit, wo eine Schädigung aufgetreten ist.
Schmerz ist eine subjektive Wahrnehmung. Die eigentliche Schmerzübertragung übernehmen zwar die Schmerzfasern, die dem Gehirn mitteilen, dass eine Schädigung vorliegt. Allerdings können bestimmte Prozesse unseres Zentralnervensystems dafür sorgen, dass genau dies nicht der Fall ist. Trotz körperlicher Schädigung spürt der Betroffene keinen Schmerz, wenn er z.B. in einem Schockzustand ist. Es können aber auch Schmerzen auftreten, obwohl keine körperliche Schädigung vorliegt. Schmerz ist demnach das, was der Patient als solches empfindet.
Häufigste chronische Schmerzen: Rückenschmerzen.
Rückenschmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäulte treten bei 42 % der Schmerzbetroffenen auf.
Aktuelle epidemiologische Studien beziffern den Anteil der chronisch Schmerzkranken in Deutschland auf 17 %. In einer erst kürzlich publizierten europäischen Studie litten 42 % der Betroffenen unter Rückenschmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule. 13 % hatten Schmerzen im Bereich der oberen Brust- und Halswirbelsäule. Beinbeschwerden werden mit 14 % angegeben und generelle Gelenkbeschwerden mit 10 %. Unter den Gelenken wird das Kniegelenk mit 16 % am häufigsten genannt, gefolgt vom Schultergelenk (9 %), der Hüfte (8 % ) und der Hand (6 %). Kopf und Gesichtsschmerzen wurden bei 15 % der Befragten angegeben. Absolut führend ist nach den Ergebnissen der Rückenschmerz, der in der Regel als Schmerz oder Unwohlsein im Bereich des Rückens vom unteren Rippenbogen bis zu den Glutealfalten, evtl. mit Ausstrahlung in die Beine definiert ist.
Die Schmerzstärke ist bei Frauen ausgeprägter.
Die Ergebnisse von geschlechtsspezifischen Untersuchungen zum Thema Schmerz zeigen, dass eine enge Beziehung zwischen Geschlecht und schmerzbedingter Behinderung besteht. Sowohl die Schmerzstärke als auch die schmerzspezifische Behinderung ist bei Frauen eindeutig ausgeprägter als bei Männern. Diese Differenzen können auch unter Berücksichtigung von Depressionen, Angst und anderen psychologischen Zuständen nachgewiesen werden.
Kinder-Schmerztherapie
Kinder benötigen eine angepasste Schmerztherapie, da sie z.B. Schmerzen intensiver empfinden als Erwachsene.
Schmerztherapie bei Kindern
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Stefan Middeldorf