Die wichtigsten Medikamente zur Behandlung eines Parkinson-Syndroms sind die Dopaminersatzstoffe. Die teilt man folgendermaßen ein:
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DOPA-Präparate. Die Dopamin-Vorläufersubstanz L-Dopa, die immer in fixer Kombination mit einem so genannten Decarboxylasehemmer wie Benserazid oder Carbidopa eingenommen wird, wird im Hirn zu dem fehlenden Neurotransmitter Dopamin verstoffwechselt.
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COMT-Hemmer (Catechol-O-Methyltransferase-Hemmer)
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MAO-Hemmer B wie Rasagilin wirken auch losgelöst von L-Dopa und könnten zudem eine verlaufsverlangsamende Wirkung auf den Krankheitsprozess haben.
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Dopaminagonisten sind Stoffe, die das körperliche Dopamin im Hirn nachahmen. Im Gegensatz zum L-Dopa müssen Dopaminagonisten nicht erst im Hirn verstoffwechselt werden, andererseits unterscheiden sich diese künstlichen Dopaminähnlichen Stoffe von dem Original.
Zur Verfügung stehen 10 verschiedene Dopaminagonisten:
Acht dieser Dopaminagonisten werden über den Magen-Darmtrakt aufgenommen. Ein einziger Dopaminagonist, das Apomorphin, ist als Medikament zur Injektion unter die Haut (subkutan) mit einer Kugelschreiber ähnlichen Spritze und mit einer Pumpe im Handel. Solche Spritzen und Pumpen werden auch von vielen jüngeren Diabetikern schon seit langem für die Insulinbehandlung eingesetzt. Ein weiterer Dopaminagonist, das Rotigotin, gilt als das Parkinson-Pflaster, weil es das einzige Parkinson-Medikament darstellt, dass über die Haut aufgenommen wird.
Von den acht Dopaminagonisten, die über den Magen-Darmtrakt aufgenommen werden, unterscheidet man eine Gruppe, die zu den Ergot- oder Mutterkorn-Derivaten gehören und eine andere die als NON-Ergot-Derivate bezeichnet werden.
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Nicht vorwiegend über das Dopamin-System wirkende Parkinson-Medikamente
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Anticholinergika. Diese Medikamente, synthetische Nachfolger der ersten medikamentösen Parkinson-Therapie überhaupt, Extrakte aus den Tollkirschen, spielen heutzutage eine untergeordnete Rolle.
Außerdem sind verschiedene Medikamente für spezifische nicht-motorische Probleme des Parkinson-Syndroms zugelassen wie das atypische Neuroleptikum Clozapin für die pharmakogene Psychose und der Cholinesterasehemmer Rivastigmin für die mit einem Morbus Parkinson assoziierten Demenz. Ferner werden viele Medikamente ohne spezielle Zulassung für Parkinson-Patienten eingesetzt (so genannter off-Label Einsatz) wie etwa das Botulinumtoxin ("BOTOX") für lästigen Speichelfluss.