Parkinson | Symptome. Parkinson-Demenz
Kognitive Einschränkungen durch Parkinson.
Bei Parkinson ist auch die Wahrnehmung und das Denken eingeschränkt.
Die Parkinson-Krankheit wird häufig nur mit motorischen Störungen in Zusammenhang gebracht. Es kommt bei den Betroffenen auch zu vielfachen nicht-motorischen Problemen. Hierzu zählen kognitive Einschränkungen, also Einschränkungen, die das Denken und Wahrnehmen betreffen. Diese Einschränkungen können sich bis zur Demenz entwickeln und treten bei der Parkinsonerkrankung häufig auf. Während sie zu Beginn der Erkrankung oft nur leichtgradig sind und im Alltag nicht auffallen, kommt es im weiteren Verlauf bei etwa einem Drittel zu einer Verschlechterung, die bis zur Demenz führen kann. Erschwerend treten bei vielen Betroffenen psychotische Symptome wie z.B. Halluzinationen auf.
Die Erkrankung dehnt sich auf andere Gehirnareale aus.
Die Veränderung der Gehirnzellen, die der Parkinsonerkrankung zugrunde liegen, befällt zunächst vor allem Zentren, die die Bewegung steuern. Im weiteren Verlauf können sie sich aber auf Hirnbereiche ausdehnen, die für die Konzentration, Aufmerksamkeit, Orientierung oder das Gedächtnis zuständig sind. Hinzu kommt, dass Parkinson vor allem eine Erkrankung des höheren Lebensalters ist. Dadurch können oft andere Ursachen der Demenz, wie z.B. Durchblutungsstörungen oder Bluthochdruck, zusätzlich die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Demenz bedeutet eine größere Einschränkung im Alltag.
Von den Betroffenen selbst werden die motorischen Störungen oft stärker wahrgenommen als eine demenzielle Entwicklung. Die Demenz schränkt sie aber tatsächlich besonders stark in ihrer Alltagskompetenz ein und ist auch eine besondere Herausforderung für die Angehörigen. Die Demenz ist bei Parkinsonpatienten der wesentlich häufigere Grund für die Einweisung in ein Pflegeheim als die behindernden Bewegungsstörungen.
Parkinson-Demenz. Unterschied zu anderen Demenzformen.
Zunächst einmal muss man bei der kognitiven Untersuchung von Parkinson-Betroffenen beachten, dass viele Tests, die bei anderen Demenzformen eingesetzt werden, allein schon wegen der Bewegungseinschränkung und motorischen Verlangsamung schlecht ausfallen können. Das muss nicht notwendig auf eine kognitive Beeinträchtigung verweisen.
In ihrem neuropsychologischen Schwerpunktmuster unterscheidet sich die Parkinsondemenz von den klassischen Demenzen. Bei der Alzheimer-Demenz z.B. treten bereits sehr früh Gedächtnisstörungen auf und im Weiteren können sich komplexe Beeinträchtigungen z.B. der Sprache oder der Wahrnehmung entwickeln. Bei der Parkinsondemenz stehen dagegen vor allem eine verlangsamte Informationsverarbeitung, Aufmerksamkeitseinbußen, eine verminderte kognitive Flexibilität und Probleme beim planenden Denken im Vordergrund. Störungen der Merkfähigkeits sind dann eher die Folge der beeinträchtigten Informationsverarbeitung.
Abstimmung der Behandlung von Parkinson auf die Demenz.
Die Behandlung der Parkinson-Demenz erfordert eine enge Verzahnung von medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen. Medikamente mit ungünstigen kognitiven Nebenwirkungen sollten wenn möglich abgesetzt und eventuelle innere Erkrankungen behandelt werden. Antidementiva können eingesetzt werden. Allerdings gibt es bei Parkinson-Demenz derzeit nur ein einziges Präparat, das die formale Zulassung hat. Wichtig sind auch aktivierende und übende Behandlungsverfahren, die u.a. in der Neuropsychologie gelernt werden. Eine soziale Beratung und eine psychotherapeutisch Begleitung können weitere wichtige Maßnahmen sein. Vor allem spielt die Beratung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen eine große Rolle.
Parkinson. Symptome
Hauptsymptom von Parkinson ist die Verlangsamung und Einschränkung der Bewegungen.
Symptome
Parkinson. Ursachen
Bei Parkinson werden Gehirnzellen zerstört.
Ursachen
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. Mario Paulig
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