Parkinson-Krankheit. FAQ / Häufige Fragen

Was ist eine akinetische Krise?

Unter akinetischer Krise versteht man eine akute Verschlechterung der Parkinsonsymptomatik mit Bewegunglosigkeit, Schluckstörungen und häufig Begleitsymptomatik wie Blutdruckanstieg und Schwitzen. Auslösend sind meist Medikamentenentzüge und/oder Begleiterkrankungen (z. B. Lungenentzündung, chirurgische Eingriffe). Diese Situation ist ein Notfall!

Was tun bei Narkose?

Anästhesisten kennen sich im Allgemeinen aus. Im Falle eines Narkose erfordernden Eingriffs bei Parkinson-Patienten sollten zunächst so genannte Regionalverfahren erwogen werden. Bei Vollnarkosen sollten die Parkinson-Medikamente wie gewohnt morgens eingenommen werden, die Anästhesie sollte so kurz wie möglich und im direkten Anschluss an die Medikamenteneinnahme geplant werden, und anschließend solle so bald als möglich insbesondere das L-Dopa in Form eines löslichen L-Dopa-Präparates über Nasensonde verabreicht werden, ggf. können Amantadin-Infusionen eingesetzt werden. Der Patient wird im Vorfeld auf eine Apomorphin-Pumpe eingestellt.

Was muss ich bei der Medikamenteneinnahme beachten?

Viele Parkinson-Patienten mit Wirkungsschwankungen des L-Dopas müssen mehr als vier Mal am Tag L-Dopa-Medikamente einnehmen und versuchen sich sklavisch an vorgegebene Zeiten zu halten. Wichtiger als das genaue Einhalten dieser Zeiten für die L-Dopa-Einnahme ist aber das Umgehen eines vollen Magens. Deshalb sollten die L-Dopa-Einnahmen spätestens eine halbe Stunde vor und frühestens 90 Minuten nach einer Hauptmahlzeit erfolgen. Es lohnt sich darauf zu achten, wie Essen die Wirkung der L-Dopa-Präparate verändert und das mit dem Neurologen zu besprechen. Eiweißreiche Kost erschwert den Weg von L-Dopa in das Hirn.

Fachliche Betreuung

Ceballos-Baumann

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Andrés Ceballos-Baumann


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