Parkinson. Alltag | Reisen trotz Parkinson.

Die Lebensqualität bleibt auch bei Parkinson erhalten.

Die Diagnose einer Parkinson-Erkrankung ist für den Betroffenen anfangs immer ein Schock. Eine gravierende Lebensumstellung bedeutet es aber nicht. Durch ständig angepasste Kombinationsbehandlungen bleibt die Lebensqualität über viele Jahre erhalten und Sie als Patient können Ihre früheren Aktivitäten weiter betreiben. Viele Patienten trauen sich aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr zu verreisen. Diese Sorgen sind unbegründet. Mit ein wenig Vorbereitung kann fast jedes Reiseziel aufgesucht werden.

Die Reiseplanung. Was Sie bei Parkinson beachten müssen.

Bei der Planung einer Reise gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Stresssituationen, räumliche Enge, Zeitnot und große Menschenansammlungen sollten vermieden werden. Viele Parkinson-Patienten leiden unter einer gestörten Wärme-Regulation, von daher kann große Hitze oder extreme Kälte sich negativ auf die Erkrankung auswirken. Bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme können Sie dann an Überhitzung und Austrocknung leiden während Sie bei extremer Kälte mit einer Verstärkung der Muskelverspannung und des Tremors zu kämpfen haben. Ein großer Zeitunterschied kann bei der Medikation ebenfalls problematisch werden.

Erholung ist für Parkinson-Patienten wichtig.

Um Stress zu vermeiden sollte man mehrere Tage an einem Ort verbringen.

Um Stress zu vermeiden sollte man mehrere Tage an einem Ort verbringen.

Orientieren Sie sich bei der Planung Ihrer Reise an Ihrer psychischen und physischen Leistungsfähigkeit. Organisieren Sie ihren Aufenthalt so, dass Sie mehrere Tage an einem Ort verbringen. So können Sie sich in Ruhe erholen bevor Sie zu neuen Zielen aufbrechen. Eine Schiffreise z.B. ist ideal, da Sie zwischen den Landausflügen genügend Zeit haben, sich an Bord zu erholen.

Bevorzugen Sie bei längeren Reisen Flugzeug oder Bus.

Reiseziele, die über acht Stunden Autofahrt entfernt liegen, sollten Sie nach Möglichkeit mit dem Flugzeug aufsuchen. Nähere Ziele können mit der Bahn oder dem Auto angefahren werden. Reisen Sie mit dem Auto, sollten Sie längere Ruhepausen einplanen. Erholsam sind auch Reisen mit Busunternehmen. Der Bus sollte dabei mit einer Klimaanlage ausgestattet sein. Achten Sie auch auf die Jahreszeit in ihrem anvisierten Urlaubsland. Vermeiden Sie es, tropische Klimazonen in der wärmsten Zeit zu bereisen. Das tropische Klima würde den Körper zu sehr stressen. Im Gegensatz dazu können südliche Gefilde im Winter erholsam wirken.

Suchen Sie vor Beginn Ihrer Reise Ihren Neurologen auf.

Ihr Neurologe wird mit Ihnen die Medikation während ihres Aufenthalts durchsprechen.

Ihr Neurologe wird mit Ihnen die Medikation während ihres Aufenthalts durchsprechen.

Vor Beginn Ihrer Reise ist es wichtig, Ihren Neurologen über Ihr Reiseziel zu informieren. Er wird mit Ihnen dann die Einnahme der Medikation während der Hin- und Rückreise sowie während ihres Aufenthalts besprechen. Dies sollte vor allen Dingen bei Flugreisen geschehen, die mit einer großen Zeitverschiebung verbunden sind. Besuchen Sie ein Land, in dem man an der Grenze für die Einfuhr von Medikamenten eine Bescheinigung braucht, sollte Ihr Arzt Ihnen eine ausstellen. Nehmen Sie für die Dauer Ihrer Reise außerdem mehr Medikamente mit als notwendig. Es ist nie sicher, ob man in dem Zielland die notwendigen Medikamente bekommt. Verstauen Sie Ihre Medikamente im Handgepäck und nicht im Koffer, falls Ihre Koffer verloren gehen sollten. Klären Sie ebenfalls mit Ihrem Arzt ab, ob gesundheitliche Probleme, die während der Reise auftreten, die Medikation beeinflussen können. Dies gilt vor allen Dingen für die Wechselwirkung mit eventuell einzunehmenden Medikamenten. Nehmen Sie für alle Fälle auf Ihre Reise Ihren Narkoseausweis und den Narkoseanhänger mit. Wichtig ist ebenfalls ein Zettel mit den vorhandenen Krankheiten, möglichst mit den lateinischen Namen.

Fachliche Betreuung

Von Rosen

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Friedrich Von Rosen


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