Demenzerkrankungen, Demenz. Symptome & Ursachen

Welche Beschwerden treten bei Demenz auf?

Folgende Symptome können auf eine Demenz hindeuten:
  • Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse
  • Schwierigkeiten, gewohnte Tätigkeiten auszuführen Sprachstörungen
  • Nachlassendes Interesse an Arbeit, Hobbys und Kontakten
  • Schwierigkeiten, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden
  • Verlust des Überblicks über finanzielle Angelegenheiten
  • Fehleinschätzung von Gefahren
  • Bislang nicht gekannte Stimmungsschwankungen, andauernde Ängstlichkeit, Reizbarkeit und Misstrauen
  • Hartnäckiges Abstreiten von Fehlern, Irrtümern oder Verwechslungen

Wie entsteht eine Demenz?

Obwohl in den letzten Jahren ein immenses Wissen hinsichtlich möglicher Entstehungsmechanismen der Demenz entstanden ist, bleiben noch viele Fragen offen.

Bei den sogenannten neurodegenerativen Demenzen kommt es auf unterschiedlichen Wegen zu einer Anhäufung von Eiweißstoffen im Gehirn, die nach und nach zum Absterben von Gehirnzellen führen. Abhängig vom Ort dieses Prozesses treten dann zu verschiedenen Zeitpunkten der Erkrankung unterschiedliche Symptome auf. Es hat sich aber herauskristallisiert, dass alle Faktoren, die z. B. zu einem Schlaganfall führen können, auch das Risiko erhöhen, an einer Demenz zu erkranken (z. B. Rauchen). Umgekehrt gelten dieselben Möglichkeiten, das Auftreten einer Demenz zu verhindern (z. B. Ernährung, Sport).

Risikofaktoren, um an einer Demenz zu erkranken

An einer Demenz kann jeder erkranken. Allerdings steigt das Risiko mit zunehmendem Alter an. Die Mehrzahl der an Demenz erkrankten ist über 80 Jahre alt. Bestimmte Risikofaktoren kann man nicht beeinflussen wie z.B. das Geschlecht (Männer haben ein gering erhöhtes Risiko), Alter oder erbliche Veranlagung. Andere Umstände hingegen lassen sich sehr wohl beeinflussen bzw. ändern. Treffen mehrere dieser Faktoren zusammen, ist das Risiko noch höher:

Dazu gehören u. a.:

  • Bluthochdruck :
    Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, wird die Entwicklung der Arteriosklerose und damit das Schlaganfallrisiko gefördert.
  • Rauchen :
    Raucher haben ein 3-bis 4fach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nikotin ist Gift für die Gefäße, wirkt verstärkend bei der Entstehung von Arteriosklerose und vermindert die Durchblutung im Gehirn.
  • Erhöhte Blutfette :
    Wenn zuviel Cholesterin im Blut vorhanden ist, lagert es sich an den Gefäßinnenwänden ab, was wiederum die Entstehung der Arteriosklerose fördert.
  • Herzerkrankungen :
    Herzrhythmusstörungen (z. B. nach einem Herzinfarkt oder – entzündung), angeborene Veränderungen der Herzklappen oder des Herzmuskels, können die Bildung von Blutgerinnsel fördern, die zu einem Schlaganfall führen können.
  •  Diabetes mellitus :
    Dauerhaft erhöhte Zuckerwerte im Blut führten zu einer Schädigung der Gefäße. Typische Folgeerscheinungen des Diabetes sind Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck sowie erhöhtes Cholesterin. Hier treffen mehrere Risikofaktoren zusammen.
  • Übergewicht :
    Übergewichtige Menschen zählen zu den Risikopatienten, da sie häufiger als Normalgewichtige an Bluthochdruck, Schlaf-Apnoe Syndromen, Diabetes und erhöhten Blutfetten leiden.
  • Weitere Risikofaktoren sind:
    Dauerstress, Bewegungsmangel und übermäßiger Alkoholkonsum, Schilddrüsenerkrankungen, Vitaminmangelzustände (Vitamin B1, B12).

Fachliche Betreuung

Müller

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Friedemann Müller


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