Demenzerkrankungen / Demenz. Definition

Demenz – was ist das?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Demenz umfasst die Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Diese kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf.

Merkmale von Demenz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits in den leichten bzw. frühen Erkrankungsstadien weisen die Betroffenen infolge der kognitiven Einbußen Einschränkungen in der selbstständigen Lebensführung auf, sind aber noch nicht vollständig von der Hilfe Dritter abhängig. Bei fortgeschrittener Erkrankung sind generalisierte kognitive Funktionseinbußen feststellbar, die mit umfassender Pflegebedürftigkeit und Beaufsichtigungsbedarf rund um die Uhr verbunden sind. Demenzielle Erkrankungen beeinträchtigen neben Funktionen, die die kognitiven Fähigkeiten betreffen, auch nicht kognitive Systeme wie Wahrnehmung, Affektivität und Persönlichkeitsmerkmale. Insbesondere die nichtkognitiven Symptome (z. B. wie Depressionen, Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Wahn, Halluzinationen und Aggressionen) der Demenz führen neben einer Verschlechterung der Lebensqualität der Kranken zu erheblichen Belastungen für die Betreuenden.

Die Entwicklung von Demenz im Überblick.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anfangsstadium der Demenz erleben die Betroffenen die beginnende Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Fehlbeurteilungen von Situationen meist sehr bewusst. Häufig können sie aber die Schwere der Beeinträchtigung und ihre Auswirkungen auf den Alltag nicht adäquat beurteilen. Nicht selten entwickeln die an Demenz erkrankten als Reaktion auf kognitive Beeinträchtigungen depressive Symptome und Angstgefühle. In der Anfangsphase der Erkrankung versuchen an Demenz erkrankte ihre Defizite vor der Umgebung zu verbergen und entwickeln Kompensationsmechanismen. Mit zunehmendem Schweregrad der Demenz nehmen die Kranken ihre Störungen immer weniger wahr oder leugnen sie. Im mittleren Stadium der Demenz spüren sie zunehmend die Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen und selbst einfache Tätigkeiten werden zum Problem. Im letzten Krankheitsstadium nehmen vor allem die verbalen Kommunikationsmöglichkeiten stark ab. Trotzdem verfügen auch die schwer an Demenz erkrankten noch über Fähigkeiten, insbesondere im emotionalen Bereich.

Formen der Demenz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man unterscheidet vier große Gruppen von demenziellen Erkrankungen:

  • Alzheimer Demenz (ca. 50-60% der Fälle)
    Meist früh: Merkfähigkeitsstörung, Orientierungsprobleme, häufig Depression
  • Fronto-temporale Demenz (ca. 5-15% der Fälle)
    Meist früh: Verhaltensauffälligkeiten (Distanzlosigkeit, häufig starke Veränderung des Ess- und Hygieneverhaltens).
  • Lewy Körperchen Demenz (ca. 5-15% der Fälle)
    Meist früh: Halluzinationen, Parkinson Syndrom, wechselnder Verlauf mit Verschlechterungen u. Verbesserungen
  • Vaskuläre Demenz (ca. 5-20% der Fälle)
    Beginn von Gedächtnisstörungen, z. B. nach Schlaganfall, häufig abrupte Verschlechterungen der kognitiven Symptome, "Stufenweiser" Verlauf.
  • Gemischte Demenz (ca. 10-15% der Fälle)
    Meist Kombination aus einer Alzheimer und einer vaskulären Demenz, kontinuierliche Verschlechterung, meist spät: Verhaltensänderungen, meist spät: Orientierungsstörungen

Fachliche Betreuung

Müller

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. Friedemann Müller


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