Demenz. Der Alltag - Tipps & Ratgeber

Risikofaktoren, um an einer Demenz zu erkranken.

Bluthochdruck und Übergewicht sind nicht nur Risikofaktoren für eine Demenz, sondern auch für einen Schlaganfall.

Bluthochdruck und Übergewicht sind nicht nur Risikofaktoren für eine Demenz, sondern auch für einen Schlaganfall.

An einer Demenz kann jeder erkranken. Allerdings steigt das Risiko mit zunehmendem Alter deutlich an. Die Mehrzahl der an Demenz erkrankten Menschen ist über 80 Jahre alt. Bestimmte Risikofaktoren wie das Alter oder eine erbliche Veranlagung kann man nicht beeinflussen. Bei den meisten Demenzerkrankungen finden sich keine eindeutigen erblichen Faktoren. Bestimmte genetische Veränderungen erhöhen jedoch das Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken. Andere mögliche Ursachen lassen sich hingegen beeinflussen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass viele Faktoren, die zu einem Schlaganfall führen können, auch das Risiko erhöhen, an einer Demenz zu erkranken.

Dies betrifft die folgenden Faktoren:

  • Bluthochdruck:  Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, wird die Entwicklung der Arteriosklerose (Gefäßverengung) und damit das Schlaganfall- und Demenzrisiko gefördert.
  • Rauchen: Raucher haben ein 3-bis 4fach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nikotin ist Gift für die Gefäße, wirkt verstärkend bei der Entstehung von Arteriosklerose und vermindert die Durchblutung im Gehirn.
  • Erhöhte Blutfette: Wenn zuviel Cholesterin im Blut vorhanden ist, lagert es sich an den Gefäßinnenwänden ab, was wiederum die Entstehung der Arteriosklerose fördert.
  • Diabetes mellitus: Dauerhaft erhöhte Zuckerwerte im Blut führten zu einer Schädigung der Gefäße. Typische Folgeerscheinungen des Diabetes sind Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck sowie erhöhtes Cholesterin. Hier treffen mehrere Risikofaktoren zusammen.
  • Übergewicht: Übergewichtige Menschen zählen zu den Risikopatienten, da sie häufiger als Normalgewichtige an Bluthochdruck, Diabetes und erhöhten Blutfetten leiden.
  • Weitere Risikofaktoren: Dauerstress, Bewegungsmangel und übermäßiger Alkoholkonsum
 

Wie Sie einer Demenz vorbeugen können.

Durch eine gesunde Lebensweise können Sie manchen Demenzformen wie der vaskulären Demenz oder der alkoholbedingten Demenz vorbeugen. Die Entstehung der Alzheimer-Demenz kann man derzeit nicht verhindern. Es wird allerdings versucht, Medikamente zur Immunisierung gegen die krankmachenden Eiweiße der Alzheimer-Demenz zu entwickeln: Diese Medikamente sollen die Reaktion des Immunsystems gegenüber den Eiweißen verändern und diese so für den Körper unschädlich machen. Ihr Einsatz wird jedoch noch Jahre auf sich warten lassen.

 

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Bei langsam zunehmender Vergesslichkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Persönlichkeitsveränderungen sollte ein Facharzt aufgesucht werden, um eine entsprechende Diagnostik und im Zweifel frühzeitige Therapie einleiten zu können. Auch wenn Demenzen in den meisten Fällen heutzutage noch nicht geheilt werden können, so kann dennoch eine Menge getan werden, um den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

 
 

Unser beratender Experte:

 

Dr. Friedemann Müller

Chefarzt der Neurologischen Klinik Schön Klinik Bad Aibling. Spezialisiert auf die Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation.

Profil von Dr. Müller

 

Mit Gedächtnistraining der Demenz vorbeugen.

Unser Gehirn ist wie ein Muskel, dass ständig trainiert werden muss, damit es in Form bleibt. Gezieltes Training fördert daher die Gedächtnisleistung.

Bewegung für die grauen Zellen

 

Wie Angehörige lernen mit Demenz umzugehen

Die Diagnose Alzheimer ist nicht nur für alle Betroffenen sondern wohl auch für alle Angehörigen ein Schock. Eine Angehörige erlebte in einer vierwöchigen Therapie, wie ihr Mann ungeahnte Talente entdeckte.

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Diese Kliniken sind auf die Behandlung von Demenz spezialisiert.

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