Ein bestimmtes Gen kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Alzheimer zu erkranken.
Warum es zum Absterben von Gehirnzellen kommt, ist in der Wissenschaft immer noch nicht geklärt. Es deutet vieles darauf hin, dass es eine ganze Reihe von genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren gibt. 80 Prozent des Risikos für eine Alzheimer-Erkrankung wird genetischen Einflussfaktoren zugeschrieben. Bisher ist vor allem eine Erbanlage nachgewiesen, die beim Entstehen der Krankheit eine wichtige Rolle spielt: das vor über 20 Jahren entdeckte Gen für Apolipoprotein E. Dessen Variante ApoE 4 erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung um das zwei- bis vierfache.
Einige Botenstoffe an der Entstehung von Alzheimer beteiligt.
Im Gehirn können bestimmte Botenstoffe an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sein.
An der Entstehung der Alzheimer-Krankheit sind Botenstoffe (Neurotransmitter) grundlegend beteiligt. Botenstoffe sind von Nervenzellen gebildete chemische Substanzen mit denen sie sich gegenseitig die Übermittlung von Informationen signalisieren. Besonders wichtig ist der Botenstoff Glutamat bei Lernvorgängen sowie Acetylcholin bei der Gedächtnisfunktion. Glutamat bewirkt, dass Kalzium in die Nervenzellen einströmt, um das Signal innerhalb der Zelle weiterleiten zu können. Im Gehirn eines Alzheimer-Kranken ist die Glutamat-Konzentration unnatürlich hoch. Der Botenstoff Acetylcholin ist gleichermaßen an Lernvorgängen beteiligt. Bei Alzheimer kommt es zu einem Mangel an Acetylcholin, wodurch die Übertragung der Impulse zwischen den Nervenzellen des Gedächtnissystems nicht mehr richtig funktioniert.
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