Alzheimer. Diagnostik

Wie wird Alzheimer diagnostiziert?

In einem Gespräch wird abgeklärt, wann die ersten Auffälligkeiten auftraten.

In einem Gespräch wird abgeklärt, wann die ersten Auffälligkeiten auftraten.

Es gibt bisher kein eingeführtes klassisches Untersuchungsverfahren, mit dem Ärzte die Alzheimer-Demenz sicher diagnostizieren können. Betroffene und Angehörige sollten bei Verdacht auf eine Alzheimer-Krankheit einen Facharzt für Neurologie oder Psychiatrie aufsuchen. Sie werden vom Arzt zunächst über den bisherigen Verlauf befragt, zum Beispiel wann die ersten Auffälligkeiten zum Vorschein kamen. In einem psychopathologischen Befund werden Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Sinnestäuschungen und Stimmung erfasst. Durch eine Laboruntersuchung lässt sich zwar Alzheimer noch nicht feststellen, doch können mögliche andere Ursachen der Erkrankung abgeklärt werden. Dazu zählen Hormonstörungen, Vitaminmangelkrankheiten, Stoffwechselstörungen und seltener chronische Infektionskrankheiten wie Neurosyphilis. Dazu untersucht der Arzt das Blut und eventuell auch die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit des Betroffenen.

Behandelbare Ursachen können mittels Tomografien entdeckt werden.

Einige der seltenen, potenziell behandelbaren Ursachen lassen sich mit Hilfe der Computertomografie oder Kernspintomografie aufdecken. Dabei werden Schnittbilder des Gehirns angefertigt. Neuere Methoden können die Hirndurchblutung und die Aktivität bestimmter Gehirnbereiche sichtbar machen. Bei wiederholten Untersuchungen   kann in der Regel ein Fortschreiten des Gehirnschwundes gezeigt werden, doch ist diese Information meist nur eine Bestätigung der klinischen Entwicklung.

Psychometrische Testverfahren zur Diagnosesicherung.

Zur Diagnosesicherung empfiehlt sich auch der Einsatz weiterer psychometrischer Testverfahren, um die geistige Leistungsfähigkeit bzw. Leistungseinbußen objektiv und frühzeitig zu erfassen. Der Schweregrad der Hirnleistungsstörungen kann mit dem einfachen Mini Mental State Test (MMST) bestimmt werden. In dem rund zehnminütigen Test werden zum Beispiel Orientierung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Rechnen, Sprache und konstruktive Praxis erfasst. Daneben gibt es ausführlichere Tests, die Einzelaspekte genauer untersuchen. Zur Fremdbeurteilung, insbesondere in fortgeschrittenen Stadien, ist die Nurse Observations Scale for Geriatric Patients (NOSGER) geeignet. Dieser Test berücksichtigt sowohl kognitive, affektive als auch motorische Aspekte.

Fachliche Betreuung

Müller

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Dipl. Psych. Friedemann Müller


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