Schlaganfall (Hirnschlag, Hirninfarkt).

Der Schlaganfall schränkt die Durchblutung des Gehirns ein.

„Wie ein Gewitter im Kopf“. So oder ähnlich beschreiben viele Schlaganfall-Patienten ihren Hirninfarkt. Innerhalb weniger Minuten entstehen Lähmungen der Arme und Beine,  fällt das Sprechen schwer und das Bewusstsein des Betroffenen trübt sich zunehmend ein.

Durch den Verschluss oder das Platzen eines Blutgefäßes im Gehirn kommt es zur lebensbedrohlichen Einschränkung der Blutversorgung im wichtigsten Organ des Körpers. Ein Schlaganfall (auch Gehirnschlag, Hirninfarkt oder Apoplex genannt) entsteht.

 

Das Leben ändert sich für die Betroffenen schlagartig.

Ein Schlaganfall wird entweder durch einen Gefäßverschluss oder eine Blutung verursacht – entsprechend werden Teile des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff versorgt.

Ein Schlaganfall wird entweder durch einen Gefäßverschluss oder eine Blutung verursacht – entsprechend werden Teile des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff versorgt.

Durch einen Schlaganfall erhalten die betroffenen Gehirngebiete nicht mehr genug Sauerstoff und andere Nährstoffe. Sie funktionieren nicht mehr so wie gewohnt und drohen abzusterben. Je nachdem, welches Gebiet des Gehirns betroffen ist, gehen unterschiedliche Fähigkeiten verloren.

Ein Schlaganfall verändert in den meisten Fällen das Leben der Betroffenen und auch ihrer Angehörigen. Wie der Name sagt, reißt diese Erkrankung „schlagartig“ bis dahin gesund wirkende und aktive Menschen aus ihrem Leben. Das ist für alle Beteiligten eine sehr schmerzliche Erfahrung. Von einem Tag auf den anderen sind sie mit Themen wie Behinderung und Pflege konfrontiert. Hinzu kommen häufig noch wirtschaftliche und soziale Probleme. In der Schön Klinik tun wir alles dafür, Sie vom ersten Moment an bis zur Reha optimal zu betreuen. Die Behandlung von Schlaganfällen gehört seit langem zu unseren Schwerpunkten.

 

Schlaganfall. Informationen, Ursachen & Symptome

Information. Was passiert bei einem Schlaganfall?

Lebensbedrohliche Störung der Blutversorgung im Gehirn.

Schlaganfall wird entweder durch einen Gefäßverschluss oder eine Blutung verursacht.

Schlaganfall wird entweder durch einen Gefäßverschluss oder eine Blutung verursacht.

Als Schlaganfall oder Gehirnschlag wird eine plötzlich auftretende Verminderung oder Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns oder bestimmter Gehirngebiete bezeichnet. Dadurch können verschiedene Funktionen des Gehirns ausfallen.  Die Nervenzellen im Gehirn sind auf die Sauerstoffzufuhr durch den Bluttransport angewiesen. Ist die Durchblutung gestört, erhalten die betroffenen Teile des Gehirns nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe. Die Nervenzellen sterben ab.

 

Bei einem Schlaganfall gehen wichtige Fähigkeiten des Gehirns verloren.

Sterben Gehirnzellen ab, fallen bestimmte Funktionen des Gehirns aus. Je nachdem, welche Gehirnbereiche betroffen sind, können wichtige, bisher für selbstverständlich gehaltene Fähigkeiten verloren gehen. Manche Menschen können nach einem Schlaganfall (vorübergehend) nicht mehr sprechen, andere sind gelähmt. Doch wie kommt es dazu? In acht von zehn Fällen entsteht der Schlaganfall durch ein Gerinnsel, das ein Blutgefäß im Gehirn verstopft. Hier spricht man von einem ischämischen Schlaganfall, also von einem durch mangelnde Durchblutung verursachten Hirnschlag. In den anderen Fällen verursacht ein plötzlicher Riss eines Blutgefäßes den Schlaganfall. Es entsteht eine Gehirnblutung, hier spricht man auch von einem „blutigen“ Schlaganfall.

Nach dem Schlaganfall müssen daher häufig alltägliche Fähigkeiten wie essen, sich anziehen oder sprechen wieder neu gelernt werden. Dabei übernehmen andere, nicht in Mitleidenschaft gezogene Regionen im Gehirn diese Aufgaben.

 

Schlaganfall: In Deutschland dritthäufigste Todesursache.

In Deutschland erleiden jedes Jahr zwischen 160.000 und 280.000 Menschen einen Schlaganfall. Diese Zahlen verdeutlichen, wie verbreitet die Erkrankung ist. Sie zeigen auch, wie wichtig die Aufklärung ist. Denn viele Schlaganfälle ließen sich durch richtiges Verhalten und Vorsorgemaßnahmen vermeiden.

 

Symptome. Anzeichen eines Schlaganfalls

Diese Anzeichen eines Schlaganfalls sollten Sie kennen.

In den meisten Fällen tut ein Schlaganfall nicht weh. Deswegen bleiben vor allem leichtere „Schläge“ häufig unerkannt. Aufpassen sollten Sie beim plötzlichen Auftreten folgender Symptome:

  • Lähmung einer Körperseite, eines Armes oder Beines oder einer Gesichtshälfte, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Gliedern
  • Sprachstörung mit undeutlicher, verwaschener Sprache, Probleme beim Verstehen von Gesprochenem oder völlige Unfähigkeit zu sprechen
  • Sehschwäche oder Blindheit auf einem Auge oder auf einer Seite des Gesichtsfeldes
  • Sehen von Doppelbildern, verschwommenes Sehen
  • Schwindel mit Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und Schwierigkeiten die eigenen Bewegungen zu koordinieren
  • Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit
  • Abrupt beginnende heftigste Kopfschmerzen ("wie vom Blitz getroffen")
 

Vorübergehende Durchblutungsstörung als Schlaganfall-Vorbote.

In den meisten Fällen tut ein Schlaganfall nicht weh. Deswegen bleiben vor allem leichtere Schläge häufig unerkannt.

In den meisten Fällen tut ein Schlaganfall nicht weh. Deswegen bleiben vor allem leichtere Schläge häufig unerkannt.

In jedem dritten Fall kommt es vor einem Schlaganfall zu einer vorübergehenden Durchblutungsstörung, bei der sich das Blutgerinnsel sofort wieder auflöst und keine Schäden zurückbleiben. Wir Mediziner sprechen hier von einer transitorischen ischämischen Attacke, kurz TIA genannt. Auch bei diesem „kleinen“ Schlaganfall, der meist nur wenige Minuten, selten aber länger als ein bis zwei Stunden dauert, treten einige der oben genannten Symptome auf.

 

Ab ins Krankenhaus – jede Minute zählt!

Nehmen Sie die oben aufgelisteten Zeichen eines Schlaganfalls ernst! Sorgen Sie für einen sofortigen Transport ins Krankenhaus (Notrufnummer 112), sobald Sie an sich oder anderen diese Warnzeichen beobachten. Das Risiko für einen größeren Schlaganfall ist erhöht. Eine sofortige ärztliche Behandlung kann möglicherweise einen schweren Schlaganfall verhindern oder Komplikationen und schwere Folgen eingrenzen.

 

Ursachen. Wie entsteht ein Schlaganfall?

Verstopfte oder geplatzte Blutgefäße als Ursache.

Stellen Sie sich vor, sie drehen den Wasserhahn auf und es kommt nichts oder nur ein Rinnsal. Entweder ist die Leitung an einer Engstelle so „verkalkt“, dass nichts mehr fließen kann oder ein Leck lässt das Wasser in der Wand versickern. Im Prinzip ist ein Schlaganfall nichts anderes. Er betrifft natürlich nicht die Wasserleitung, sondern die Blutbahnen im Gehirn. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten der „Störung“: entweder verstopft ein Blutgefäß im Gehirn oder das Gefäß reißt und eine Hirnblutung entsteht. Beide führen zu ähnlichen Symptomen und Auswirkungen: Die Blutversorgung der Gehirngebiete hinter beziehungsweise um die „Unfallstelle“ herum ist gestört.

 

Thrombosen, Embolien, Blutungen...

Ein Schlaganfall entsteht entweder durch Mangeldurchblutung oder einen Bluterguss im Gehirn. Je nach Ursache unterscheidet man im Detail zwischen folgenden Entstehungsursachen:

  • Mangeldurchblutung des Gehirns: Bei acht von zehn Patienten mit Schlaganfall kommt es zu einem Verschluss eines gehirnversorgenden Blutgefäßes, beispielsweise durch ein Blutgerinnsel.Ursachen für den Gefäßverschluss können zum Beispiel Erkrankungen des Blutkreislaufs sein, die mit einer erhöhten Gerinnselbildung einhergehen (Arteriosklerose, Thrombose oder Embolie). Aber auch Gefäßentzündungen oder Störungen des Blutgerinnungssystems können zum Blutgefäßverschluss und damit zum Schlaganfall führen.

  • Blutungen im Gehirn: Ein Schlaganfall kann auch durch Blutungen im Gehirn entstehen. Dabei tritt Blut in das umliegende Hirngewebe ein. Ursache ist meist ein hoher Blutdruck oder der plötzliche Riss einer Arterie.

  • Subarachnoidalblutungen: Bei zwei bis fünf Prozent der Schlaganfälle liegt die Blutung im Raum zwischen Gehirn und der weichen Hirnhaut. Hier spricht man von Subarachnoidalblutungen.

 

Schlaganfall. Interview mit unserem Neurologen Dr. Bader

Unser Experte gibt Rat & Hilfestellung.

Hören Sie hier ein Interview mit Dr. Bader.  Das Gespräch behandelt  die Ursachen, die Therapien und die Rehabilitation nach Schlaganfall.


Diagnostik & Therapie

Wie wird ein Schlaganfall festgestellt und behandelt? Erfahren Sie hier mehr über Diagnostik, Therapie und Rehabilitation.

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Wie kann ich mein Hirnschlag-Risiko senken oder nach einem Schlaganfall meinen Alltag wieder selbstständig meistern? Unser Ratgeber klärt auf.

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92 Prozent unserer neurologischen Patienten* sind mit der medizinischen Betreuung zufrieden und empfehlen uns weiter.

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