Schädel-Hirn-Trauma. FAQ / Häufige Fragen

Was kann ich als Angehöriger tun?

Auch bei Patienten mit eingeschränktem Bewusstsein oder im Koma ist oft eine kurzfristige Wahrnehmung und Kontaktaufnahme mit nächsten Angehörigen möglich, auch wenn der Verletzte nicht antwortet. Wichtig sind daher kurze, aber regelmäßige Besuche durch wenige (1-2), wichtige Bezugspersonen. Körperkontakt, beruhigendes Ansprechen, das Mitbringen vertrauter Gegenstände, Bilder oder Musik kann günstig wirken. Vermeiden Sie, dass viele verschiedene Angehörige den Pflegenden und Ärzten immer wieder die gleichen Fragen stellen. Benennen Sie die primären Kontaktpersonen.

Welche Hilfen können Sie in Anspruch nehmen?

Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma ist auch für den Partner und nahen Angehörigen des Patienten ein schwerwiegendes und belastendes Ereignis, das viele Belastungen, Sorgen und Ängste auslösen kann. Wichtig sind zum einen Informationen über die Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten der vielfältigen medizinischen Probleme. Neben dem betreuenden Ärzteteam sind aber auch Krankenhausseelsorger und Psychologen Ansprechpartner, um mit der psychischen Belastung umgehen zu können. Daneben gibt es eine Reihe von gesetzlichen und finanziellen Hilfsmöglichkeiten für den späteren Verlauf, die im Krankenhaus auch die Sozialarbeiter aufzeigen können. Stiftungen und Selbsthilfegruppen unterstützen v. a. in der Phase nach dem Krankenhaus- und Rehabilitationsaufenthalt.

Fachliche Betreuung

Müller

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Dipl. Psych. Friedemann Müller