Restless-legs-Syndrom (RLS). Diagnostik & Therapie

Wie wird das Restless-legs-Syndrom (RLS) festgestellt?

Die Diagnose Restless-legs-Syndrom (RLS) wird durch die Beschreibung der Beschwerden, einer ergänzenden neurologischen Untersuchung, um andere Erkrankungen mit ähnlicher Manifestation auszuschließen, und ggf. durch das Ansprechen auf einen medikamentösen Behandlungsversuch gestellt. In manchen Fällen ist auch eine Untersuchung in einem Schlaflabor über 1 bis 2 Nächte sinnvoll.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Restless-legs-Syndrom (RLS)?

Behandlung der 1. Wahl ist die Gabe eines Medikaments, das die Wirkung des Botenstoffes Dopamin im zentralen Nervensystem verstärkt. Dies sind Medikamente, die ursprünglich für die Parkinsonschen Krankheit entwickelt wurden und deren Wirksamkeit beim Restless-legs-Syndrom in Studien nachgewiesen wurde. Zugelassen sind die Präparate Restex®, Adartrel® und Sifrol®. Restex enthält die Substanz L-Dopa, die im Gehirn in den Botenstoff Dopamin umgewandelt wird. Nahezu alle Patienten zeigen zumindest anfangs eine Linderung oder ein Verschwinden der Beschwerden nach Gabe von 1 Tablette Restex ® am Abend. Die Dopaminagonisten Adartrel® bzw. Sifrol® werden in niedriger Dosis einschleichend gegeben, bis eine ausreichende Wirkung erreicht ist. Für jede Behandlung gilt, dass die Dosisfindung individuell erfolgen muss. Bei unzureichendem Ansprechen auf diese zugelassenen Präparate können andere, für die Indikation nicht speziell zugelassene Medikamente versucht werden. Dies sind opiatähnliche Substanzen wie Oxycodon oder die als Antiepileptika entwickelten Substanzen Carbamazepin und Gabapentin. Ein symptomatisches RLS sollte durch Behandlung der Grunderkrankung gebessert werden, bei Eisenmangel wird Eisen substituiert, bei fortgeschrittener Nierenerkrankung oder Dialysepatienten führt eine Nierentransplantation zur Besserung des Restless-legs-Syndrom (RLS).

 

Rehabilitation

Eine stationäre Rehabilitation ist allein aufgrund eines Restless-legs-Syndrom (RLS) nicht angebracht. Sie kann aber bei symptomatischen Formen mit Zugrundeliegen anderer neurologischer Erkrankungen sinnvoll sein. In diesem Fall kann während der Behandlung die medikamentöse Einstellung des RLS optimiert werden.

 

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