Physikalische Therapie. Anwendungsgebiete

Physikalische Therapieverfahren werden meist dann verordnet, wenn ein Patient unter Schmerzen leidet, die durch die entsprechende Anwendung gelindert werden können. Schmerzursache kann z.B. eine Muskelverspannung, rheumatische Beschwerden, Wirbelsäulendegeneration oder eine allgemeine Erkrankung sein. Wegen ihrer wohltuenden Wirkung haben sich die physikalischen Behandlungsverfahren außerdem in der Behandlung von psychosomatischen Störungen bewährt.

Massagen.

Lymphdrainage wird bei Lymphstauungen und Ödemen angewendet.

Lymphdrainage wird bei Lymphstauungen und Ödemen angewendet.

Massagen entspannen und beleben gleichermaßen. Sie können Muskelspannungen und -verhärtungen lösen und sind bei Erkrankungen des Bewegungsapparates fester Bestandteil der Therapie. Auch in der Neurologie haben sich spezielle Massagetechniken, wie z.B. die Hemimassage, bei der Behandlung von Lähmungen, Spastiken, Nervenschmerzen und Sensibilitätsstörungen bewährt. Die manuelle Lymphdrainage wird erfolgreich bei Lymphstauungen und Ödemen eingesetzt, einer häufig auftretenden Folge von Brüchen oder Krebsoperationen, wenn die Lymphbahnen oder –knoten verletzt oder entfernt werden mussten. Die entspannende Wirkung vieler Massageverfahren kommt zudem Menschen zugute, die psychischen Belastungen ausgesetzt sind oder Kräfte für den Alltag tanken möchten.

Balneo- und Kneippanwendungen.

Die Balneologie (Bäderkunde) beschäftigt sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Heilquellen mit ihren wertvollen natürlichen Inhaltsstoffen. Die therapeutische Wirkung von Wasser ist vielseitig und unumstritten, wobei die Art der Anwendung, Wassertemperatur, Wasserdruck und der Gehalt an gelösten Mineralstoffen eine wichtige Rolle spielen. So kommt Patienten mit Arthritis, Osteoporose oder Störungen des Bewegungsapparates ein Training im Bewegungsbad zugute. Bäder mit Inhaltsstoffen wie Schwefel, Kleie oder Jod können Beschwerden bei Hautkrankheiten lindern. Warme Bäder lösen Muskelverspannungen, Moor- oder Solebäder werden zudem in der Rheumatherapie eingesetzt. Die bekannten Kneippschen Anwendungen haben sich u.a. bei Durchblutungsstörungen, Venenproblemen und einem geschwächten Allgemeinbefinden bewährt. Und bei Beschwerden der Atemwege sind Inhalationen mit entsprechenden Zusätzen sehr hilfreich.

Elektrotherapien.

Die Verfahren der Elektrotherapie haben sich v.a. bei akuten und chronischen Schmerzzuständen wie Neuralgien, Muskelverspannungen oder -zerrungen bewährt. Viele Verfahren konnten bei Störungen des Bewegungsapparates erfolgreich eingesetzt werden. Bei Muskelschwächen oder Lähmungen ist heute ein effektives elektronisches Muskeltraining möglich. Elektrotherapien wirken bei Durchblutungsstörungen anregend und können den Zellstoffwechsel steigern. Bei rheumatischen Beschwerden oder Neuralgien gehören Stanger- oder Vierzellenbad zu einer sinnvollen Therapie.

Wärmeanwendungen.

Die wohltuende Wirkung von Wärme findet in der physikalischen Therapie Anwendung bei Schmerzzuständen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Gelenkbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Verspannungen sowie nervösen Zuständen. Wärmeanwendungen eignen sich auch zur Behandlung von Ödemen und aufgrund ihrer muskelentspannenden Wirkung zur Vorbereitung einer klassischen Massage. Moorpackungen haben sich besonders bei Rheuma- und Arthrosetherapien bewährt. Und durch die Freisetzung von heilsamen ätherischen Ölen werden Heupackungen auch zur Behandlung von Atemwegserkrankungen oder als Bauchpackungen eingesetzt.

Inhalte & Methoden

Elemente der physikalischen Therapie: Massage-, Elektro-, Wärmetherapien & Kneippanwendungen.

Zielsetzung

Ziel ist: Schmerzen zu lindern, Funktionsstörungen zu verbessern, die Durchblutung zu fördern...

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