Brucker-Biofeedback-Methode.

Gelähmte Muskeln wieder aktivieren.

Die Brucker-Biofeedback-Methode hilft, die Muskelfunktion nach einer Schädigung des Nervensystems wieder zu verbessern.

Die Brucker-Biofeedback-Methode hilft, die Muskelfunktion nach einer Schädigung des Nervensystems wieder zu verbessern.

Bisher galt die Meinung, dass ein Schaden in der zentralen Steuerung der Muskulatur nicht zu bessern sei. Dies ist inzwischen wissenschaftlich widerlegt. In den USA wird bereits seit Jahren erfolgreich die durch Prof. Dr. Bernhard Brucker begründete Lerntechnik angewandt, die es möglich macht, noch normal funktionierende Nervenzellen zu trainieren, neue Verbindungen zum Muskel herzustellen und damit Muskelfunktion zu verbessern. Dadurch ist auch noch nach Jahren der Schädigung eine funktionelle Verbesserung des Patienten möglich.

Nachdem wir selbst die Erfolge der Behandlung erlebt hatten, haben wir dieses Therapieverfahren zu einem festen Bestandteil unserer Behandlungen gemacht und können einen Teil der eigentlichen orthopädischen Probleme vermeiden bzw. verbessern. Mittlerweile sind wir Europäisches Therapie- und Schulungszentrum für diese Methode.

 

Training vorhandener Nervenzellen.

Biofeedback ist allgemein die Rückmeldung von normalerweise unbemerkter Organfunktion. Bei der EMG-Biofeedbacktherapie nach Prof. Dr. Brucker wird hierfür ein Elektromyogramm, das heißt ein EMG verwendet. Über Klebeelektroden auf den Muskeln werden die Signale vom zentralen Nervensystem, die die Muskeln erhalten erfasst. Sind diese zu schwach, kann der Patient den entsprechenden Muskel nicht gezielt einsetzen. Durch das kontrollierte Training entstehen neue Nervenverbindungen, die zu einer Steigerung des am Muskel ankommenden Signals führen. Dies geschieht durch den Einsatz von visuellen und akustischen Hilfsmitteln.

Der Patient lernt, gezielt Muskeln zu aktivieren und Muskelgruppen zu koordinieren. Durch Sauerstoffmangel sind bestimmte Gehirnreale geschädigt. Mit EMG-Biofeedbacktherapie werden andere Areale erschlossen, um fehlende Funktion zu übernehmen. Somit führt EMG-Biofeedbacktherapie zu einer besseren funktionellen Kontrolle über die betroffene Muskulatur.

 

Wie funktioniert die Brucker-Biofeedback-Methode?

Zur Durchführung der Therapie wurden unsere Ärzte und Physiotherapeuten bei Prof. Dr. Bernhard Brucker in seinen Laboratorien im Jackson Medical Center der Universität Miami, USA ausgebildet. Ein Therapieblock beginnt mit der Diagnostik der vorhandenen Muskelfunktion. Im Rahmen des ärztlichen Erstgespräches wird anhand der Ergebnisse ein spezifischer Behandlungsplan für jeden Patienten erstellt. Während der Therapie werden auf die zu behandelnde Muskulatur Elektroden geklebt. Über ein speziell entwickeltes Computerprogramm können die gemessenen neuromuskulären Signale auf dem Computerbildschirm sichtbar gemacht werden. Durch diese visuelle Kontrolle lernt der Patient, gezielt seine Muskulatur einzusetzen.

Die EMG-Biofeedbacktherapie wird von unseren Physiotherapeuten durchgeführt. Es handelt sich dabei um 10 bis 20 Therapieeinheiten pro Therapieblock. Im Abschlussgespräch werden die vorangegangenen Therapieeinheiten analysiert. Hieraus werden Übungsvorschläge für zu Hause und für die weiterführende physiotherapeutische Behandlung der Muskelgruppen mitgegeben, damit der Therapieerfolg erhalten bleibt.

 

Für wen ist Brucker-Biofeedback geeignet?

Brucker-Biofeedbacktherapie kann bei Kindern und auch bei Erwachsenen mit Störungen des zentralen Nervensystems eingesetzt werden. Sehr gute Erfahrungen und Erfolge liegen bei Patienten mit Bewegungsstörung im Rahmen einer Cerebralparese, nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder nach Schlaganfall und bei inkompletter Querschnittssymptomatik, zum Beispiel nach Rückenmarksverletzung vor.