Arthroskopie am Kniegelenk.

Die Kniearthroskopie ermöglicht schonende OPs am Kniegelenk.

Mit Hilfe der Kniearthroskopie lässt sich das Kniegelenk minimal-invasiv und schonend operieren - wie z.B. ein Meniskusriß.

Mit Hilfe der Kniearthroskopie lässt sich das Kniegelenk minimal-invasiv und schonend operieren - wie z.B. ein Meniskusriß.

Eine bleistiftdünne Kamera, die Bilder aus dem Gelenk auf einen Monitor überträgt: Das hat die Gelenkchirurgie seit Anfang der 80er Jahre revolutioniert. Denn durch die Kamera wurde es möglich, durch „Schlüssellöcher“ zu operieren. Mediziner sprechen hierbei von einer Arthroskopie, einer Gelenkspiegelung.

Mit Hilfe dieser Technik sind heute sogar Beschwerden an Schulter-, Hüft- oder Kniegelenk behandelbar, die früher nicht einmal offen operiert werden konnten. Und die Entwicklungen sind noch lange nicht am Ende. „Selbst der Gelenkersatz an der Schulter wird in manchen Fällen bereits arthroskopisch assistiert“, weiß der Chefarzt des Gelenkzentrums der Schön Klinik Harthausen, Dr. Andreas Kollmannsberger. „Am häufigsten profitieren aber Patienten mit Kniebeschwerden. Einen gerissenen Meniskus operieren wir heute unter Teilnarkose in 20 Minuten. Nach wenigen Tagen ist alles so gut wie vergessen.“ Was genau passiert bei einer Arthroskopie und wo liegen die Grenzen der minimal-invasiven Operationstechnik? Dr. Andreas Kollmannsberger klärt auf.

 

Kniearthroskopie: Informationen & Anwendungsbereich.

Was ist eine Kniearthroskopie?

Schlüsselloch-OP für schonende Eingriffe an den Gelenken.

Technisch passiert bei allen Gelenk-Arthroskopien im Grunde das gleiche: Über einen sehr kleinen Schnitt wird eine etwa bleistiftdünne Kamera in das Gelenk eingeführt. Weil die Optik nur vier Millimeter misst, kann sich der Arzt das an sich sehr enge Gelenk, das künstlich mit einer Kochsalzlösung gefüllt wird, genau anschauen. So ist es möglich, nicht nur alle Gelenkbestandteile und deren Zustand zu beurteilen und verschiedene Krankheitsbilder zu diagnostizieren, sondern der behandelnde Arzt kann auch sofort aktiv eingreifen.

Dafür werden schmale Operationsinstrumente in das Gelenk eingebracht und durch die Kamera über einen großen Bildschirm kontrolliert. So können verschiedene Knorpel- und Gelenkschäden im Knie behoben werden, ohne dass das Gelenk freigelegt werden muss.

 

Wann wird eine Arthroskopie am Knie vorgenommen?

Einsatz bei Diagnostik & Behandlung des Kniegelenks.

Eine Arthroskopie am Knie kann bei der Diagnostik und der Behandlung des Gelenkschadens helfen.

Eine Arthroskopie am Knie kann bei der Diagnostik und der Behandlung des Gelenkschadens helfen.

Am Kniegelenk werden die häufigsten Arthroskopien durchgeführt. Etwa 300 waren es allein im vergangenen Jahr in der Schön Klinik Harthausen. Zu den klassischen Einsätzen gehören Meniskusschäden, Knorpelschäden und Kreuzbandrisse.

Wenn zum Beispiel die Beschwerden eines Patienten den Verdacht auf einen Meniskusschaden nahe legen, wird zunächst eine Kernspintomographie vorgenommen. Wird hierdurch der Verdacht bereits zur gefestigten Diagnose, kann dann sicher und schnell der Gelenkschaden per Arthroskopie behoben werden.

„Das Knie kann ich bei einer Gelenkspiegelung sehr gut einsehen. Da sehe ich die Gelenkpartner, Oberschenkelrolle und deren Knorpel, das Schienbeinplateau. Dazwischen liegt der Meniskus, der wie eine Knorpelscheibe angelegt ist, dann noch die Kreuzbänder, die innere Auskleidung des Gelenks, die Gelenkschleimhaut und deren Zustand,“ beschreibt Dr. Kollmannsberger die Innenansicht des Knies. „Da finde ich schnell einen gerissenen Meniskus. Und weil der von alleine nicht heilen kann, wird er arthroskopisch behandelt.“

 

Vorteile & Grenzen der Kniearthroskopie.

Welche Vorteile bietet das OP-Verfahren am Kniegelenk?

Viele Eingriffe sind durch die Schlüssellochmethode nicht nur schonender, sondern überhaupt erst möglich geworden. „Wenn wir normal operieren würden, müssten wir das Gelenk groß aufschneiden, weil sonst nichts zu sehen ist“, so Dr. Kollmannsberger. Durch die „U-Boot-Technik“ mit Kamera und Instrument aber kommt der Operateur um alle Ecken und Kanten des Gelenks – ganz ohne großen Schnitt. „Ein Gelenk aufzuschneiden und die Behandlungen offen durchzuführen ist für das Gelenk wesentlich belastender. Dabei müssen wir sehr viel von der Gelenkkapsel zerschneiden und diese damit auch verletzen.“ Durch die größeren Verletzungen bei der Operation wird auch die Heilungsphase nach dem Eingriff langwieriger und komplizierter, als wenn der Operateur durch so genannte Schlüssellöcher schaut und arbeitet. Denn die zwei kleinen Löcher, die zum Einbringen der Instrumente notwendig sind, heilen schnell und hinterlassen kaum Narben.

 

Grenzen der Kniearthroskopie.

Aber auch wenn selbst Knorpeltransplantationen inzwischen arthroskopisch vorgenommen werden, hat die Schlüssellochmethode ihre Grenzen. „Wenn der Knorpel schon zu weit abgerieben ist, dann hat man kaum noch Chancen“, weiß Chefarzt Dr. Kollmannsberger. Arthroskopiert wird nur, wenn die behandelnden Ärzte davon ausgehen, dass der Zustand des Gelenks noch verbessert werden kann.
Aber selbst wenn am Gelenkersatz kein Weg mehr vorbei führt, ist die Arthroskopie bei der Diagnose eine wichtige Hilfe. Durch die gute Innensicht des Gelenks kann beispielsweise entschieden werden, ob eine einfache Schlittenprothese ausreicht oder ob das ganze Gelenk ersetzt werden muss.

 

Ein Eingriff am Knie dauert ca. 20 Minuten.

Die meisten arthroskopischen Eingriffe sind sehr kurz und komplikationsarm und dadurch nicht belastend für den Patienten und das Gelenk. Normale Arthroskopien, die keine Knorpel-Operation und keinen Bandersatz nach sich ziehen, werden in der Regel ambulant vorgenommen. „Der Eingriff dauert etwa 20 Minuten. Als Patient kommen Sie um acht Uhr und gehen um zehn Uhr,“ beschreibt der Operateur. Ein stationärer Aufenthalt bietet sich nur bei Patienten mit einem gewissen Operationsrisiko an.

Ob eine Voll- oder Teilnarkose vorgenommen wird entscheidet der Patient zusammen mit dem Narkosearzt.  Wenn eine Vollnarkose zum Einsatz kommt, wird eine sehr schonende Variante eingesetzt. „Das sind alles sehr harmlose Narkosen. Die Patienten schlafen kurz, haben schöne Träume und fragen, wenn sie aufwachen, wann es losgeht“, weiß Dr. Kollmannsberger aus Erfahrung.

 

Wenige Wochen nach der Arthroskopie wieder einsatzfähig.

So wenig belastend wie die Narkose, sind auch die Schmerzen danach. Meist ist das Kniegelenk, wenn der Patient nach Stunden entlassen wird, sogar schon wieder zum Teil belastbar. Eine Gehstütze bekommt er für die ersten Tage sicherheitshalber trotzdem. Die weitere Behandlung wird ambulant vorgenommen. So schnell wie der Eingriff, so schnell geht in der Regel auch die Heilung vonstatten. „Bei einem einfachen Meniskuseingriff ist der Patient nur wenige Tage beeinträchtigt. Eher selten ist danach noch Physiotherapie nötig,“ erzählt der Chefarzt. Und dann hat der Alltag den Kniepatienten auch schon wieder. Je nach Beruf ist er nach ein bis drei Wochen wieder einsatzfähig. Auch zum Sport darf er vier bis sechs Wochen nach der Kniearthroskopie wieder antreten.

 

Arthrose im Knie

Ein Knie wie eine knarzende Tür: Wenn das Gelenk immer weniger beweglich wird, ist es wahrscheinlich von Verschleiß betroffen.

Arthrose im Knie

Meniskusschaden im Knie

Die Menisken dienen als wichtige Stoßdämpfer im Kniegelenk. Werden sie beschädigt, verlieren sie diese Funktion.

Meniskusschaden im Knie

 

Kreuzbandriss

Eine Kreuzbandruptur führt zur Instabilität im Kniegelenk und kann unbehandelt die Entstehung einer späteren Arthrose begünstigen.

Kreuzbandriss im Knie

Die beste Klinik finden!

Unsere Beratung kennt die geeignete Klinik und hilft Ihnen dabei, schnell das geeignete Behandlungsangebot zu finden.

Klinikberatung für Gelenke