Knie-Endoprothese (Knie-TEP).

Informationen für Patienten mit künstlichem Knie.

Für viele Patienten bedeutet der Einsatz einer Knie-Endoprothese (Knie-TEP) einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität.

Für viele Patienten bedeutet der Einsatz einer Knie-Endoprothese (Knie-TEP) einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität.

Unser Kniegelenk ist enormen Belastungen ausgesetzt: Auf einem fünf Kilometer langen Spaziergang wird das Kniegelenk über 3.000 Mal mit dem doppelten Körpergewicht belastet. Die Gelenke unseres Körpers können verschleißen: Belastungen, Unfälle, Fehlstellungen, Übergewicht, das Alter oder sonstige
Erkrankungen können dazu führen, dass Kniegelenke ihre Funktion verlieren. Zunächst schmerzt das Knie unter Belastung, später auch im Ruhezustand. Anfangs helfen Krankengymnastik, Elektrotherapie, Bäder und Medikamente gegen die Schmerzen und die zunehmende Unbeweglichkeit. Doch irgendwann sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Gelenkflächen des Kniegelenks müssen dann durch ein Implantat ersetzt werden.

 

Heute meist ein Routineeingriff: Die Knie-Endoprothese.

Seit über 50 Jahren ist der Einsatz einer Knie-Endoprothese eine erfolgreiche Operation: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 160.000 Knie-Endoprothesen implantiert. Vor jeder Operation werden Sie durch unsere Ärzte sorgfältig über den Eingriff und die verschiedenen Prothesensysteme
aufgeklärt. In den meisten Fällen arbeiten wir mit Oberflächenersatz-Prothesen. Befestigt werden diese im Normalfall mit Knochenzement. Die genaue Art der Versorgung hängt von Ihrer individuellen Knochenqualität und der vorbestehenden Gelenkschädigung ab.

Wie kann ich mich auf die Knie-TEP-Operation vorbereiten, wie verläuft der Eingriff und was erwartet mich in der Reha? Unser Ratgeber gibt Antworten.

 

ENDO AKTIV - Patienteninfo Knie-Endoprothese (Knie-TEP).

Vorbereitung - Maßnahmen vor Ihrer Knie-TEP-OP.

So können Sie selbst zum Operationserfolg beitragen.

 

So können Sie selbst zum Operationserfolg beitragen.

Bereits vor der Knie-TEP Operation lässt sich die Beweglichkeit des Gelenks verbessern.

Bereits vor der Knie-TEP Operation lässt sich die Beweglichkeit des Gelenks verbessern.

Seien Sie so aktiv wie möglich! Falls es Ihre Schmerzen zulassen, sollten Sie in der Zeit bis zur Operation so aktiv wie möglich sein: Leichte Bewegungsübungen, Gehen und Schwimmen tragen mit dazu bei, dass Sie sich nach der Operation schneller wieder erholen. Wir haben auf den nachfolgenden Seiten einige leichte Übungsbeispiele und weitere Tipps für die Zeit bis zu Ihrer OP zusammengestellt. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, Ihren Operateur oder einen der anderen Ansprechpartner aus dem Behandlungsteam zu kontaktieren.

 

Hören Sie mit dem Rauchen auf!

Nikotin, Teer und andere Giftstoffe verzögern den Wundheilungsprozess und können Komplikationen der Atemwege begünstigen. Wir empfehlen, mindestens vier, besser acht Wochen vor der OP mit dem Rauchen aufzuhören.

 

Ernähren Sie sich bewusst!

Übergewicht belastet Ihr ohnehin geschädigtes Gelenk. Ernähren Sie sich gesund.

 

Listen Sie Ihre Medikamente und Allergien auf!

Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder unser Behandlungsteam, welche Medikamente Sie vor der Operation absetzen sollten. Auch Allergien sollten wir unbedingt kennen, damit wir bei Ihrer Behandlung darauf Rücksicht nehmen können.

 

Bleiben Sie gesund!

Zahnabszesse, Blasenentzündungen, Beingeschwüre, Erkältungen, Grippe – all das sollte vor einer Operation ausgeheilt sein, da sich ansonsten Bakterien während der Operation über den Blutweg in Ihrem Körper ausbreiten und das neue Gelenk infizieren können. Informieren Sie den operierenden Arzt umgehend, falls bei Ihnen eine Infektion oder auch nur der Verdacht darauf besteht.

Aber auch Jahre nach einer Gelenkprothesen-Operation können bei chronischen Infektionen (z.B. Zahnentzündungen, bakterielle Ansiedlungen auf Herzklappen etc.) Bakterien über den Blutweg auf das neue Gelenk übergreifen. Achten Sie deswegen bitte besonders darauf, dass Infekte zügig behandelt werden.

 

Voraussetzungen für Ihre Operation

  • Fieberfreiheit seit mindestens einer Woche
  • Keine Erkältung, Infektion (z.B. Herpes), entzündeten Zähne, offenen Wunden
  • Absetzung bestimmter Medikamente nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt
  • Keine Antibiotika-Einnahme seit mindestens 10 Tagen
 

Planen Sie für die Zeit nach der Operation!

Vielleicht brauchen Sie nach der Operation für einige Zeit Hilfe bei der Heimfahrt, beim Einkaufen etc. Besprechen Sie dies mit Ihrer Familie, engen Freunden, Ihrem behandelnden Arzt oder dem Krankenhauspersonal. Kleine Vorbereitungen können Ihnen die Rückkehr in Ihren Alltag erleichtern: Entfernen Sie Stolperfallen wie z.B. lose Fußmatten. Auch vorbereitete und tiefgekühlte Speisen können Ihnen die ersten Wochen zu Hause etwas erleichtern.

Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung oder oft genutzte Gegenstände in Reichweite und Griffhöhe abgelegt sind. So müssen Sie sich zum Erreichen dieser Dinge nicht bücken oder auf einen Hocker steigen.

 

Kofferpackliste für den Klinikaufenthalt.

  • Schlafanzug/Nachthemd
  • Zahnbürste, Seife, Pflegecreme etc.
  • Trainingsanzug mit weitem Fußeinstieg
  • Flache geschlossene Schuhe mit rutschfesten Sohlen
  • Schuhlöffel mit langem Stiel
  • Eigene Gehstützen, falls Sie welche besitzen
  • Wichtige Adressen und Telefonnummern
  • Eigene Medikamente für die ersten Tage
 

Vorbereitung - Übungen vor dem künstliche Knie.

Übungsprogramm zur Vorbereitung auf die Knie-TEP.

Übungen bereits vor der OP beschleunigen die Reha nach einer Knie-Endoprothese.

Übungen bereits vor der OP beschleunigen die Reha nach einer Knie-Endoprothese.

Um eine bessere und zügigere Rehabilitation zu erreichen, ist es sinnvoll, die Zeit bis zu Ihrer Operation aktiv zu nutzen. Hierfür haben wir Ihnen Tipps und Übungen unter den Punkten "Training" für die optimale Vorbereitung zusammengestellt. Teilweise können Sie die erlernten Übungen nach der Operation in Absprache mit Ihrem Therapeuten weiterführen.

Bitte betrachten Sie die Übungen als eine Art „Basisprogramm“. Je nach individuellem Trainings- und Leistungsstand Ihres Körpers können Sie dieses selbstverständlich durch weitere Aktivitäten wie Schwimmen/Wassergymnastik, Spazierengehen und Ähnliches ergänzen und erweitern.

Je besser der Zustand Ihrer Muskulatur vor der Operation ist, desto positiver wird Ihre Rehabilitation verlaufen! Versuchen Sie, das Übungsprogramm in Ihren Alltag zu integrieren. Eine feste Zeit und Regelmäßigkeit erleichtern dieses. Planen Sie bereits jetzt einen Zeitpunkt, an dem Sie sich täglich ca. 20–30 Minuten mit Ihren Übungen beschäftigen können.

 

Vorbereitung - Training zur Kräftigung der Muskeln.

So kräftigen Sie vor einer Hüft-TEP Ihre Muskulatur.

Beginnen Sie mit den gezeigten Übungen ca. vier Wochen vor der OP mit täglich zehn Wiederholungen. Steigern Sie die Anzahl der Wiederholungen nach Möglichkeit jede Woche bis auf je 20 Mal bis zur OP. Trainieren Sie bei einseitigen Übungen immer beide Beine!

 

1. Aufstehen/Hinsetzen.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz, Füße gesamt auf dem Boden.

 

Übung: Oberkörper/Körpergewicht nach vorne verlagern und über die Beinkraft aufstehen, dann wieder langsam, kontrolliert hinsetzen, ohne zu plumpsen oder zu fallen.

 

2. Quadricepstraining im Sitz.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz, Oberschenkel liegen gesamt auf der Sitzfläche.

 

Übung: Einen Fuß anziehen und das Bein so weit wie möglich strecken, ca. fünf bis zehn Sekunden halten und langsam wieder absenken.

 

3.Quadricepstraining in Rückenlage.

Ausgangsstellung: Rückenlage, ein Bein angestellt, Übungsbein mit einer Rolle (z.B. Decke) in der Kniekehle unterlagert.

 

Übung: Übungsbein im Knie maximal nach unten auf die Rolle drücken, dabei den Fuß anziehen und das Knie maximal strecken, ca. 5–10 Sekunden halten und langsam wieder absenken.

 

Vorbereitung - Training zur Dehnung der Muskulatur.

Dehnen wirkt der Muskelverkürzung entgegen.

Führen Sie die folgenden Übungen im Anschluss an die Kräftigung mit je drei Wiederholungen pro Bein durch. Halten Sie die Dehnung für ca. 30 Sekunden.

 

1. Dehnübung.

Ausgangsstellung: Flache Rückenlage, ein Bein liegt flach auf der Unterlage, das andere Bein wird so weit wie möglich zum Körper hin in der Hüfte gebeugt und in der Kniekehle mit den Händen oder einem Handtuch gehalten/fixiert.

 

Übung: Den Fuß anziehen, dabei das Bein/Knie so weit wie möglich strecken, sodass die Ferse in Richtung Decke bewegt wird (die Dehnung sollte in der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu spüren sein).

 

2. Dehnübung.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz. Ein Bein strecken, Zehenspitzen hochziehen, Kniekehle durchdrücken.

 

Übung: Der gerade Oberkörper und das Becken werden so weit nach vorne geneigt, bis ein Ziehen im hinteren Oberschenkelbereich und der Kniekehle zu spüren ist.

 

3. Dehnübung.

Ausgangsstellung: Lange Schrittstellung mit Festhalten am Stuhl. Das zu dehnende Bein steht hinten, Ferse bleibt am Boden und das Knie ist gestreckt.

Übung: Gewicht auf das vordere Bein verlagern, bis ein Ziehen in der Wade und/oder Kniekehle zu spüren ist.

 

Operation - Implantation der Knie-Endoprothese.

Der Operationstag.

Sie werden am Tag der Knie-TEP-OP morgens bei uns auf der Station aufgenommen. Zunächst informieren Sie über Ihren Aufenthalt, die Essenszeiten und die Menü-Auswahl. Sie haben hier auch Gelegenheit, noch offene Fragen zu klären. Ein Mitarbeiter aus dem OP-Team wird am Operationstag eine kurze Visite durchführen und mit Ihnen zusammen die zu operierende Seite markieren. Nach der Operation bringen wir Sie auf Ihr Zimmer.

 

Mit dem Anästhesie-Team entspannt und schmerzfrei durch die Operation.

In Ihrem Bett werden Sie zur OP-Schleuse gefahren, wo Sie das OP-Team in Empfang nimmt. Nach Umlagerung auf den OP-Tisch werden Sie in den Vorbereitungsraum der Anästhesie gefahren. Dabei ist die ganze Zeit eine Pflegekraft bei Ihnen.

 

Die Operation der Knie-Endoprothese.

Während der Knie-TEP OP kümmern sich unsere Anästhesisten um Ihre Schmerzfreiheit.

Während der Knie-TEP OP kümmern sich unsere Anästhesisten um Ihre Schmerzfreiheit.

Knie-Operationen werden in unserem Haus meist in Spinalanästhesie (Rückenmarksanästhesie) durchgeführt. Diese ist unkompliziert und wird wegen ihrer Vorteile auch bei vielen anderen Operationsverfahren (z.B. „Kaiserschnitt“) angewendet: Sie sind dabei während der gesamten Operation schmerzfrei. Eine künstliche Beatmung ist normalerweise nicht notwendig. Trotzdem besteht auch die Möglichkeit, dass Sie während der Operation zum Schlafen ein leichtes Schlafmittel bekommen. Im Vergleich zur Allgemeinanästhesie („Vollnarkose“) kommen unangenehme Begleiterscheinungen wie beispielsweise die postoperative Übelkeit und Erbrechen wesentlich seltener vor. Nach der Operation werden Sie in Ihrem eigenen Bett in den Aufwachraum gefahren. Dort angekommen dürfen Sie, wenn es Ihnen gut geht, eine erste kleine Mahlzeit zu sich nehmen.

Das Anästhesie-Team begleitet Sie während der gesamten Zeit im OPBereich und steht Ihnen auch später noch bei Fragen zur Verfügung.

 

Die ersten Schritte zurück zu Ihrer Selbstständigkeit.

Bereits kurze Zeit nach der OP erfolgt die Mobilisation mit dem künstlichen Kniegelenk.

Bereits kurze Zeit nach der OP erfolgt die Mobilisation mit dem künstlichen Kniegelenk.

Sobald Sie in Ihrem Zimmer sind, werden wir frühzeitig nach der Operation das erste Mal mit Ihnen aufstehen: Mitarbeiter der Pflege und Physiotherapie helfen Ihnen dabei, sich Ihre private, bequeme Kleidung und festes Schuhwerk anzuziehen. Dann geht es los! Das ganze Team unterstützt Sie nach allen Kräften, so viel wie möglich selbst zu leisten. Schließlich wollen Sie schnellstmöglich wieder selbstständig und aktiv sein! Die meisten unserer Patienten gehen schon am OP-Tag aus dem Zimmer bis auf den Flur und wieder zurück. Wir möchten Sie allerdings bitten, in den ersten 24 Stunden (oder bis Ihnen der/die Physiotherapeut/in dieses erlaubt) nicht alleine aufzustehen. Uns ist es wichtig, dass Sie sich sicher fühlen und Ihr Kreislauf stabil genug ist.

Nach Operationen kann in manchen Fällen der Kreislauf in Mitleidenschaft gezogen sein. In diesem Fall werden wir das gemeinsame Aufstehen später noch einmal mit Ihnen versuchen. Es ist sehr wichtig, Ihren Kreislauf zu aktivieren, um so Komplikationen wie Thrombosen zu verhindern. Daher sollten Sie so früh wie möglich mit der Kreislaufaktivierung beginnen. Übungen hierzu zeigen Ihnen die Kollegen aus der Physiotherapie. Beispiele finden Sie aber auch in Ihrem Übungsprogramm.

 

Die Tage nach der Knie-TEP-OP.

Das neue Knie wird nach der Operation schonend mobilisiert, um die Beweglichkeit zu verbessern.

Das neue Knie wird nach der Operation schonend mobilisiert, um die Beweglichkeit zu verbessern.

Ein Wundschmerz in der ersten Zeit nach der Operation ist durchaus normal und wird rasch abklingen. Gemeinsam werden Sie nun von Tag zu Tag mit Ihrem Physiotherapeuten Ihr individuelles Trainingsprogramm erarbeiten, um Ihre Muskulatur Schritt für Schritt zu kräftigen und Ihr Bewegungsausmaß zu erweitern. Ebenso wird ein sicheres Gangbild an Unterarmstützen auf der Ebene und der Treppe mit Ihnen erarbeitet. Obwohl die Streckung und Beugung Ihres neuen Knies in manchen Fällen aufgrund von Schwellungen und Blutergüssen etwas unangenehm sein können, sind die Übungen für die Beweglichkeit Ihres neuen Gelenkes sehr wichtig. Die Kollegen der Physiotherapie werden Ihnen hierzu Übungen und Hilfen zeigen, die Sie selbstständig mehrfach
am Tag durchführen sollten.

 


Nachsorge - Von der OP in die Reha nach Knie-TEP.

Jetzt geht es noch einen Schritt weiter.

Zur Vorbereitung auf die häusliche Umgebung gehört auch das selbstständige Treppensteigen - für die meisten unserer Knie-TEP-Patienten ist das problemlos möglich.

Zur Vorbereitung auf die häusliche Umgebung gehört auch das selbstständige Treppensteigen - für die meisten unserer Knie-TEP-Patienten ist das problemlos möglich.

Wir möchten, dass Sie eine optimale medizinische Behandlung erhalten. Deshalb haben wir Kriterien erstellt, die Sie bei der Entlassung nach Hause oder in die Reha erreicht haben sollten. Dabei handelt es sich um Aktivitäten des täglichen Lebens wie z.B. selbstständiges Duschen, eine ausreichende Gehstrecke zurücklegen, Treppensteigen, selbstständiges An- und Auskleiden etc. Natürlich gehören auch Kriterien wie reizlose und trockene Wundverhältnisse dazu. Die meisten unserer Patienten erreichen diese Kriterien bereits nach ca. 5 Tagen. Den für Sie optimalen Zeitpunkt stimmen Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte mit Ihnen ab.

 

Diese Unterlagen bekommen Sie bei Ihrer Entlassung mit:

  • Röntgenbilder
  • Entlassungsbrief
  • Pflegeüberleitung
  • Physiotherapiebericht
 

Nachsorge - Rehabilitation und Rückkehr nach Hause.

Möglich ist eine stationäre oder ambulante Reha.

Ein Ziel der Reha nach dem Einbau einer Knie-Endoprothese ist die Kräftigung der gelenkumgebenden Muskulatur.

Ein Ziel der Reha nach dem Einbau einer Knie-Endoprothese ist die Kräftigung der gelenkumgebenden Muskulatur.

Sie haben die Möglichkeit, eine Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie dies wünschen, stellen wir einen entsprechenden Antrag und beginnen bereits am Tag Ihrer OP mit der Organisation eines solchen Platzes. In den meisten Fällen werden die Kosten hierfür von Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Rentenversicherung übernommen.

Selbstverständlich können Sie diese auch in einer Reha-Klinik der Schön Klinik durchführen. Dies hat für Sie als Patient viele Vorteile.

Hierzu gehören unter anderem:

  • Enger Kontakt zwischen Operateuren und weiterbehandelnden Reha-Ärzten.
  • Therapeuten und Ärzte der Reha-Klinik sind vollständig über die bisher erfolgten Therapien, Aufbelastungsmaßnahmen und bislang durchgeführten Übungen informiert und kennen das Behandlungskonzept vor, während und nach der Operation.
  • Eine nahtlose Fortsetzung der begonnenen Schön Aktiv-Nachbehandlung ist somit optimal gewährleistet.

Unabhängig, für welche Nachsorge oder welche unserer Kliniken Sie sich entscheiden: Mit dem Schön Aktiv-Programm werden Sie anderen immer einen Schritt voraus sein.

 

Was muss ich alles in die Rehaklinik mitbringen?

Wir haben für Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Dingen für Ihren Aufenthalt in der Reha-Klinik erstellt. Bitte denken Sie daran, dass Ihr stationärer Aufenthalt in unserem Haus ca. zwei Wochen betragen kann, wobei in den meisten unserer Reha-Kliniken Waschmaschine und Trockner zur Verfügung stehen. Wertsachen sollten möglichst nicht mitgebracht bzw. an der Rezeption hinterlegt werden.

Dokumente:

  • Krankenversicherungskarte
  • Rentenversicherungsnummer (Deutsche Rentenversicherung, Knappschaft Bahn See etc.)

Medikamente:

  • Ein Muster aller Medikamente, die Sie derzeit einnehmen müssen

Garderobe:

  • Bademantel, Badeanzug bzw. Badehose
  • Bequeme Kleidung für die Krankengymnastik
  • Wetterfeste Kleidung für Spaziergänge außerhalb des Hauses
  • Feste Schuhe

Alles für Ihren persönlichen Bedarf:

  • Hygiene-Artikel
  • Badehandtuch (kleine Handtücher sind auf Station vorhanden)

Bei uns in der Reha-Klinik angekommen, trainieren wir mit Ihnen intensiv weiter und führen nahtlos das Ihnen aus dem Akutbereich bekannte Behandlungskonzept fort. Die bereits in der Akutklinik begonnenen Therapien werden weiter durch eine individuelle Kombination aus Physiotherapie, Physikalischen Therapien, Gesundheitsberatung und weiteren Bausteinen intensiviert. So werden Sie optimal vorbereitet und sind bald wieder fit genug für Ihre Rückkehr in den Alltag oder ins Berufsleben. Sie können entscheidend zum Behandlungserfolg beitragen, indem Sie frühzeitig eigene Ziele für Ihre Rehabilitationsphase formulieren. Wir sprechen bei Aufnahme mit Ihnen darüber und helfen Ihnen, Ihre Ziele realistisch einzuschätzen. Ihr Rehabilitations-Team hilft tatkräftig mit, um gemeinsam mit Ihnen diese Ziele zu erreichen.

 

Rückkehr nach Hause mit der Knie-Endoprothese.

Sie haben mit uns intensiv gelernt und geübt, wie Sie Ihr Training eigenständig nach Ihrer Entlassung aus der Rehabilitation fortführen können. Nach unserem Behandlungskonzept im Akut- und Rehabilitationsbereich sind nur in den wenigsten Fällen weitere ambulante Termine für Krankengymnastik und andere Behandlungen notwendig.

 

Nachsorge - Rückkehr in den Alltag mit einer Knie-TEP.

Tipps und Tricks für Ihr Leben mit der Knie-Endoprothese.

Die meisten Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk kommen auch nach Ihrer Rückkehr nach Hause gut im Alltag zurecht.

Die meisten Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk kommen auch nach Ihrer Rückkehr nach Hause gut im Alltag zurecht.

Sowohl zementfreie als auch zementierte Knie-Endoprothesen werden während der Operation fest im Knochen verankert. Sie können sie also in der Regel sofort belastet werden. Die vernähten Weichteile lassen eine moderate Belastung und Beweglichkeit im Rahmen des normalen Gehens zu und verheilen wieder vollständig in den ersten Wochen nach der Operation. Insbesondere in der Anfangszeit sollten Sie jedoch noch ein wenig „nachsichtig“ mit Ihrem Knie sein.

 

Aufstehen nach einem Sturz mit der Knie-TEP.

Sind Sie auf den Rücken oder das Gesäß gefallen, drehen Sie sich zuerst in die Bauchlage – wenn möglich, über die operierte Seite. Versuchen Sie dann, sich auf alle Viere zu begeben. Gegebenenfalls krabbeln sie zu einem Hocker und stützen sich an diesem hoch.

 

Bücken mit dem künstlichen Knie.

Bücken Sie sich nur soweit, wie Ihr Kniegelenk es zulässt ohne Druck und Gewalt. Dieses gilt auch für das Anziehen von Schuhen oder Strümpfen. Neigen Sie sich nur soweit vor, wie es problemlos möglich ist.

 

Duschen und Baden.

Sie sollten in der ersten Zeit besser duschen statt baden. Eine rutschfeste Unterlage hilft Ihnen dabei, das Gleichgewicht besser zu halten. Stellen Sie zum Duschen zuerst das bevorzugte Bein in die Duschkabine. Die Stützen bleiben außerhalb in Reichweite. Treten Sie beim Verlassen der Dusche zuerst mit dem bevorzugten Bein heraus.

 

Autofahren mit der Knie-Endoprothese.

Wir empfehlen das Autofahren erst wieder, wenn Sie sicher ohne Unterarmstützen und ohne starke Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen gehen können. Nach den gesetzlichen Vorgaben (§ 315c StGB) dürfen Sie erst dann wieder Auto fahren, wenn Sie in der Lage sind, „das Fahrzeug sicher zu führen“. Ein fester Zeitraum kann hier nicht angegeben werden. Vielmehr werden wir den Zeitpunkt
nach medizinischen Gesichtspunkten und anhand individueller Faktoren gemeinsam mit Ihnen entscheiden. Sofern Sie am linken Bein operiert wurden, können Sie ein Auto mit Automatikgetriebe wahrscheinlich frühzeitiger wieder fahren.

 

Radfahren mit dem künstlichen Knie.

Generell sollten Sie sicher ohne Stützen gehen können, um bei einer plötzlichen Behinderung oder gefährlichen Situation adäquat reagieren zu können. Falls Sie nach der Operation zunächst Schwierigkeiten haben, auf ein Herrenrad aufzusteigen, empfehlen wir auf ein Damenrad mit einem niedrigeren Einstieg auszuweichen.

 

Gehen mit Hilfen/Stützen.

Unmittelbar nach der Operation mobilisieren wir Sie zuerst mit einem Gehwagen, bei ausreichender Sicherheit dann mit zwei Unterarmgehstützen. Um eine Fehlhaltung zu vermeiden, benutzen Sie diese immer beide!

Wann Sie auf die Gehhilfen verzichten können, hängt von Ihrer Muskelkraft ab: Sie dürfen beim Gehen nicht mehr schaukeln oder hinken und sollten sich auch auf Pflastersteinen und unebenen Böden sicher fühlen.

 

Schuhe.

Tragen Sie feste Schuhe ohne hohe Absätze, am besten mit dämpfender Sohle. In Pantoffeln stolpert man leicht oder knickt um. Verwenden Sie zum Schuhe anziehen möglichst einen Schuhlöffel.

 

Tragen von Lasten.

Solange Sie Unterarmgehstützen brauchen, benutzen Sie am besten einen Rucksack, später sollten Sie die Lasten gleichmäßig verteilen.

 

Häufige Fragen rund um die Knie-Endoprothese (Knie-TEP).

Welche Sportarten kann ich mit dem künstlichen Knie ausführen, welche sollte ich vermeiden?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Je extremer Sie sich bewegen, desto mehr wird das neue Kniegelenk belastet. Ob und ab wann sich das negativ auf das neue Gelenk auswirkt, lässt sich leider heutzutage noch nicht sagen. Wenn Sie vor der Operation regelmäßig eine Sportart ausgeübt haben, liegt es in Ihrem Ermessen, dies auch weiterhin in Maßen zu betreiben. Mit dem Wissen, dass Ihr Körper an die sportartspezifischen Bewegungsabläufe gewönnt ist, das Gelenk dabei aber damit auch verstärkt belastet wird.

Wir raten allerdings davon ab, Sportarten mit hohem Belastungspotenzial neu zu beginnen. Ratsam sind Sportarten mit gleichmäßigen, fließenden Bewegungen, z.B. Schwimmen mit Kraulschlag der Beine, Radfahren, Wandern ohne Steigung bzw. Gefälle, Skilanglauf und Gymnastik. Ungünstig sind alle Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen, Stoßbelastungen, Erschütterungen und Drehbewegungen.

 

Bin ich nach der Entlassung auf Hilfe angewiesen?

Ziel des stationären Aufenthaltes ist es, dass Sie bei der Entlassung aus der Reha nach Hause die Dinge des täglichen Lebens selbstständig bewältigen können. Falls Sie Hilfsmittel benötigen, zeigen wir Ihnen noch während des Aufenthalts, wie Sie diese benutzen.

 

In Form bleiben – was kann ich tun?

Bewegen Sie sich! Schon kurz nach der Operation können Sie wieder Sport treiben, wenn Ihre Muskelkraft das zulässt. So tragen Sie aktiv zur Heilung bei, bleiben fit, stärken Ihre Muskeln und beugen Herz- Kreislauf-Erkrankungen vor.

 

Seien Sie also motiviert, aber nicht zu ehrgeizig!

Achten Sie bei aller Motivation darauf, dass aktiven Phasen auch Ruhephasen folgen.

 

Patienteninformation Knie-Endoprothese (Knie-TEP).

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Behandlungserfolg & Qualität

Patienten, die mit unserem neuen Behandlungskonzept versorgt wurden, können in der Regel schon sehr schnell mit der Rehabilitation beginnen.

Hüft-OP, Knie-OP - Erfolgschancen

Unsere TEP-Spezialkliniken

Experten für Gelenkersatz: An diesen Standorten bieten wir unseren Patienten das Schön Klinik Endo Aktiv Programm für Knie & Hüfte an.

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